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München heute:Über Geburten in Zeiten von Corona / Wieso die Grünen keine Wahlempfehlung aussprechen

Schwabinger Krankenhaus in München, 2014

Schwangere sind verunsichert, wie die Geburt ihres Kindes in Zeiten von Corona ablaufen wird.

(Foto: Catherina Hess)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Als ich geboren wurde, mussten meine Eltern alles selbst ins Krankenhaus mitbringen: Bettlaken, Bettwäsche, saubere Spritzen und anderes medizinisches Material. Das war während der Perestroika in der Sowjetunion und alles war knapp. Daran musste ich denken, als ich auf der Homepage des Klinikums Dritter Orden las, dass die Männer, die als Begleitperson mit in den Kreißsaal kommen, nun wegen der allgemeinen Knappheit ihren Mundschutz selbst mitbringen müssen.

Aber immerhin lassen sie die Väter in die Münchner Krankenhäuser noch rein. Aus Bonn zum Beispiel hörte man schon vergangene Woche, dass dort so manche Klinik komplett für den Besuch dichtmacht, auch im Kreißsaal. Deshalb habe ich mich bei den größten Frauenkliniken in München erkundigt und kann zumindest für jetzt Entwarnung geben: Die Begleitperson darf bisher dabei sein, wenn auch mit Auflagen, wie beim Klinikum Dritter Orden. Schwieriger wird es hingegen beim Wochenbett. Da gilt je nach Krankenhaus eine andere Regelung.

Corona-Zeiten erfordern ganz neue Maßnahmen. Manche erinnern sie an alte. Manchen erscheinen sie angebracht und wiederum andere, wie zum Beispiel Schwangere, sind jetzt ziemlich verunsichert. Aber, wie mir Sven Mahner, der Direktor der Frauenklinik der LMU an der Maistraße sagte: "Man muss die neuen Regeln auch erstmal gut erklären."

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