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München heute:"Das öffentliche Leben steht still" / So sieht der neugewählte Stadtrat aus

Coronavirus: Menschenleere U-Bahnhaltestelle in München

Die Haltestelle am Münchner Odeonsplatz ist am Montagmorgen um 8 Uhr bei sonstigen Berufsverkehr menschenleer. Viele Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter ins Home-Office.

(Foto: Matthias Balk/dpa)

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Von Melanie Staudinger

Kitas und Schulen sind bereits geschlossen, Großveranstaltungen untersagt. Doch um der Ausbreitung des Coronavirus wirklich etwas entgegensetzen zu können, haben die Maßnahmen bisher nicht geholfen. Nun stehen also weitere drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens an: Die Freizeiteinrichtungen bleiben zu, Restaurants dürfen nur bis 15 Uhr geöffnet bleiben. Alle Geschäfte müssen von Mittwoch an schließen, außer diejenigen, die die Versorgung mit dem alltäglichen Bedarf sicherstellen.

"Das öffentliche Leben steht still", sagt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). So etwas habe er in 61 Jahren nicht erlebt. Reiter kämpft derzeit nicht nur um seine Wiederwahl, er ist auch der oberste Krisenmanager in der bayerischen Landeshauptstadt, in der die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen am Montag auf 260 Fälle angestiegen ist.

Reiter stellt klar, dass eine Gesundheitskrise, aber keine Versorgungskrise bestehe: "Es gibt überhaupt keinen Grund für Hamsterkäufe." Wenn alle ruhig und besonnen bleiben, "dann wird es auch keine leeren Regale in den Supermärkten mehr geben". Lebensmittelmärkte bleiben geöffnet, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, teilte Kommunalreferentin Kristina Frank mit. Wenn man derzeit Menschen beobachtet, zeigt sich ein ganz anderes Bild: Die einen schleppen beim Einkaufen wagenweise Klopapier, Nudeln und Kartoffeln aus den Läden. Die anderen stehen unbeschwert Schulter an Schulter beim Weintrinken in der Sonne. Alleine schon deshalb sind strengere Vorschriften gerechtfertigt.

DER TAG IN MÜNCHEN

Grüne werden stärkste Kraft im Stadtrat Auf Platz zwei folgt die CSU und erst auf Platz drei die SPD. Damit wäre sowohl ein schwarz-rotes wie ein grün-rotes Bündnis vorstellbar. Allerdings will niemand der Oberbürgermeister-Stichwahl vorgreifen.

Zwischen Freude und Enttäuschung Katrin Habenschadens knappes Ausscheiden aus dem OB-Rennen verdirbt den Grünen die Feierlaune. Doch dann kommen die Stadtrats-Ergebnisse.

Vandalismus am Denkmal für Opfer des OEZ-Anschlags Das Mahnmal erinnert an die Menschen, die 2016 von dem rechtsextremen Attentäter David S. erschossen wurden. Nun haben Unbekannte Bilderrahmen, Kerzen und Blumen beschädigt.

So leer wie in den Ferien In München läuft die Notfallbetreuung in den Schulen an. Eltern, die etwa als Ärzte oder im Supermarkt arbeiten, können sich helfen lassen - genutzt wird das aber kaum.

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