Von der TU München nach New York:Nanny, Pflegerin, Assistentin – und Schauspielerin

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Anna Sophie Hirschberger will sich in New York als Schauspielerin durchsetzen. Hat sie keine Angst, zu scheitern? „Die Subkultur in New York ist riesig. Es gibt so viele kleine experimentelle Theater. Man hat hier das Gefühl, hinter jeder Ecke könnte eine Möglichkeit liegen.“ (Foto: Elias Husiak)

In München studierte Anna Sophie Hirschberger an der TU Gesundheitswissenschaften – aber das hat sie nicht gereizt. Jetzt lebt sie in Manhattan und schlägt sich durch die Extreme der Schauspiel- und Theaterbranche. Es ist ein täglicher Existenzkampf, ein Kampf um Aufmerksamkeit und Auftrittschancen – warum tut sie sich das an?

Von Matias Kamp

Plötzlich stand sie nur wenige Meter von ihr entfernt. An einer Straßenkreuzung mitten in Manhattan. Helena Weinrauch, 99 Jahre alt. Trotz ihres hohen Alters war sie – in einem schwarz-glitzernden Abendkleid – auf dem Weg zum Tanzen. Die vergangenen Tage und Wochen hatte Anna Sophie Hirschberger alles über die Holocaust-Überlebende gelesen, ihre Tagebücher, hatte sich für das Casting an einem renommierten Theater direkt am Times Square vorbereitet. Für ein Stück über Helena Weinrauch. Eine Audition für eine wirklich bewegende Geschichte. Für genau diese Möglichkeiten ist die ehemalige TU-Studentin nach New York gekommen. Und einen Tag vor dem für sie so wichtigen Vorsprechen stand die Holocaust-Überlebende neben ihr.

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