Faschingsbeginn:Das neue Prinzenpaar der Narrhalla stellt sich vor

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Faschingsbeginn: Mehr als 200 Termine müssen Elisabeth Schnellenberger und Leonard Bogner als Prinzenpaar absolvieren. Gut, dass sie sich auch privat bestens verstehen.

Mehr als 200 Termine müssen Elisabeth Schnellenberger und Leonard Bogner als Prinzenpaar absolvieren. Gut, dass sie sich auch privat bestens verstehen.

(Foto: Ashkan Allaf/Aks.Production)

Und zwar heute um 11.11 Uhr auf dem Viktualienmarkt. Elisabeth Schnellenberger und Leonard Bogner wollen gute Laune verbreiten - gerade auch während der Pandemie. Selbst für den Fall neuer Kontaktbeschränkungen haben sie einen Plan.

Von Franziska Ruf

Während die Corona-Ampel auf Rot schaltet und sich die Debatten um Impfungen und Inzidenzen drehen, steht bei Münchens ältestem Faschingsverein Narrhalla die gute Laune im Mittelpunkt. An diesem Donnerstag um 11.11 Uhr wird sich das neue Prinzenpaar Elisabeth Schnellenberger und Leonard Bogner auf dem Viktualienmarkt vorstellen. Was auch kommen mag: Das junge Paar ist auf den Fasching vorbereitet.

Prinzessin Elisabeth II. ist im normalen Leben Studentin. Sie studiert an der Ludwig-Maximilians-Universität im siebten Semester Jura. Sich für Menschen einzusetzen, liegt der 21-Jährigen: In der Schule war sie Oberstufensprecherin, an der Universität engagiert sie sich als Mentorin und hilft Erstsemestern bei ihrem Studienalltag. Außerdem ist Schnellenberger von klein auf Faschingsfan. "Es hat mir immer eine riesige Freude bereitet, mich umzuziehen, mal anders zu sein, eine andere Musik zu hören und Spaß zu haben", sagt sie.

Prinz Leonard I. ist ebenfalls Student. Bogner absolvierte einen Bachelor in Digital Business Management, arbeitete bei einem E-Learning-Projekt und befindet sich aktuell kurz vor seiner Masterarbeit im Fach Wirtschaftspsychologie. Zur Narrhalla kam der 25-Jährige durch die Musik, denn dort spielte er acht Jahre lang Schlagzeug. Weil es ihm so gut bei der Narrhalla gefallen hat, wollte er dann auch Mitglied werden. 2013 debütierte er zum ersten Mal bei der großen Gala des Vereins, 2015 wurde er Mitglied des Elferrats.

In der kommenden Faschingssaison gibt es viel zu tun. Bogner will sich besonders um Menschen mit Behinderung kümmern. Er besuchte ein inklusives Gymnasium mit schwerbehinderten Schülerinnen und Schülern und sagt: "Wenn man die Leute mitnimmt, geht einem das Herz auf."

Soziales Engagement ist Tradition bei der Narrhalla: Seit mehr als 50 Jahren besucht der Verein die Landesschule für körperbehinderte Menschen sowie weitere karitative Angebote. In Kindergärten und Altenheimen sind die meisten Termine.

Sebastian Kriesel, Sprecher der Narrhalla, sagt: "Viele alte Menschen möchten gerne im Fasching mit dabei sein, haben aber nicht mehr die Möglichkeit, irgendwo hinzugehen. Deswegen kommen wir zu ihnen und möchten den Fasching und die Freude mit zu ihnen ins Haus bringen." Mehr als 200 Termine erwartet das Prinzenpaar in den kommenden Monaten. Da ist es wichtig, dass sich das Paar auch privat gut versteht "Wir hatten Glück, weil wir schon seit zwei Jahren befreundet sind", erzählt Schnellenberger.

Selbst wenn die Corona-Maßnahmen persönliche Kontakte einschränken, hat das Prinzenpaar einen Plan: "Dann werden wir die Menschen von draußen begrüßen und ihnen Krapfen durchs Fenster bringen", verspricht Bogner.

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