Die Gewerkschaft Verdi hat in der laufenden Tarifverhandlung im Nahverkehr erneut zu bayernweiten Warnstreiks aufgerufen. Auch bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) befinden sich Mitarbeiter teils bereits seit Dienstag im Ausstand – allerdings ohne spürbare Auswirkungen für die Pendlerinnen und Pendler. Bestreikt werden noch bis in die Nacht auf Samstag, 11. April (5 Uhr), insbesondere die Werkstätten von U-Bahn, Bus und Tram; der Fahrdienst ist bisher von der Arbeitsniederlegung ausgenommen. Dennoch, so teilt die MVG mit, könne es vereinzelt zu Fahrzeugausfällen kommen.
Verdi hat eigenen Angaben nach in München bewusst darauf verzichtet, U-Bahn-, Trambahn- und Busfahrer zum Streik aufzurufen, um die Belastungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten. Denn seit Beginn der Osterferien ist die Stammstrecke unter der Innenstadt komplett gesperrt. Die Deutsche Bahn erneuert am S-Bahnhof Isartor vier Weichen, was zur Folge hat, dass Züge vorzeitig am Hauptbahnhof, Stachus, in Trudering oder am Ostbahnhof wenden müssen. Die Sperrung der Stammstrecke dauert noch bis in die Nacht auf kommenden Montag.
Obwohl es in der vierten Verhandlungsrunde zwischen Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Ende März leichte Annäherungen gegeben hat, liegen die Vorstellungen beider Seiten sowohl bei Lohnerhöhungen und der Wochenarbeitszeit sowie der Laufzeit noch weit auseinander.

