München heute:Das sind die Wiesn-Neuheiten / Stadtsparkasse schließt mehrere Filialen

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München heute: Die "Ballonfahrt" gehört zu den neuen Fahrgeschäften auf dem Oktoberfest, dahinter die bekannte Alpina-Bahn.

Die "Ballonfahrt" gehört zu den neuen Fahrgeschäften auf dem Oktoberfest, dahinter die bekannte Alpina-Bahn.

(Foto: Florian Peljak)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Franz Kotteder

Donnerstagmittag, kurz nach halb zwölf, Matthias-Pschorr-Straße: Gabelstapler kurven mit Paletten von Biertischen herum, die Fahrerkabinen von Monstertrucks ohne Anhänger brausen zum Ausgang - und ein feiner Duft von gebrannten Mandeln zieht über das Gelände. Alles klar: Die Wiesn steht endlich wieder vor der Tür. Und die Münchner reagieren darauf so, wie sie normalerweise jedes Jahr darauf reagieren. Die einen granteln und schimpfen oder fahren gleich für die kommenden zwei Wochen in Urlaub. Die anderen aber strahlen in stiller Vorfreude, suchen Lederhosen und Dirndl heraus (oder auch Jeans und Lederjacke, weil sie den ganzen Trachtenfasching nicht mitmachen wollen) und bereiten sich seelisch auf eine viel lautere Form der Gaudi vor.

Schön ist's schon, dass es endlich wieder so weit ist. Auf der anderen Seite ist aber vieles anders als vor drei Jahren. 2019 um diese Zeit war der erste Wiesnsamstag noch Routine. Dann kam Corona und es gab zweimal hintereinander kein Oktoberfest. Und jetzt? Sagt der Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) beim offiziellen Presserundgang: "Vor fünf Monaten hätte ich nicht gedacht, dass ich hier stehe." Wegen der Pandemie eben. Und dem einen oder anderen wird es auch etwas mulmig, wenn er an die nächsten 17 Tage denkt (heuer ist die Wiesn einen Tag länger, wegen des Feiertags 3. Oktober, der auf einen Montag fällt). Und nicht zuletzt hat die Pandemie bewirkt, dass es in diesem Jahr praktisch keine neuen Wiesnsensationen aus dem Fahrgeschäftssektor "Schneller, höher, weiter" geben wird. Denn kaum ein Schausteller wollte es wagen, nach drei Jahren Stillstand viel Geld in ein neues Fahrgeschäft zu investieren.

So durfte der OB heuer beim traditionellen Rundgang als Neuheit zum Beispiel direkt am Ort verkünden, dass die Stadt für ihre Merchandising-Artikel vom Bierkrug bis zum T-Shirt mittlerweile einen eigenen Stand hat und die Krinoline ein neues Musikpodium bekam. Für den Wiesngänger aus München sind das nicht gerade Brüller, auch wenn die Krinoline ein wunderbares Fahrgeschäft ist und die Rückbesinnung auf die Tradition so verkehrt nun auch wieder nicht. Immerhin gibt es aber in diesem Jahr mit der Bräurosl ein wirklich schönes, großes, neues Bierzelt. Und zwei neue kleine, das Volkssängerzelt "Schützenlisl" auf der Oidn Wiesn und die "Münchner Stubn" in der Wirtsbudenstraße. Und ein Kaffeezelt hat einen neuen Namen: Das "Café Mohrenkopf" heißt jetzt "Café Theres", zu Ehren der bayerischen Königin, deren Hochzeit mit Kronprinz Ludwig den Anstoß für das Oktoberfest überhaupt erst gab.

DER TAG IN MÜNCHEN

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