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München heute:Ein Jahr Grün-Rot im Rathaus / Über das Wiesn-Aus

Coronavirus - Theresienwiese - Oktoberfest

Leere. So wird die Theresienwiese wohl auch zur Wiesn-Zeit aussehen, das Volksfest ist nämlich abgesagt.

(Foto: dpa)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Max Fluder

Klar, man hat es geahnt. Weder der bayerische Ministerpräsident noch der Münchner Oberbürgermeister hatten einen Hehl daraus gemacht, dass sie einer möglichen Wiesn 2021 eher skeptisch entgegensehen. Und trotzdem dürften heute viele Münchnerinnen und Münchner, aber auch viele andere Menschen weltweit ein wenig bis sehr betrübt sein. Dieses Jahr wird es wieder kein Oktoberfest geben, das haben Markus Söder (CSU) und Dieter Reiter (SPD) heute gemeinsam verkündet. Zumindest keines in München. Ob aus der bizarren Idee einer sechsmonatigen Wiesn im Wüsten-Emirat Dubai etwas wird, werden wir ja noch sehen.

Keine Mass Wiesnbier, keine Hendl, kein Ochsen-Zähler, kein Einzug der Wirte - und das alles das zweite Jahr in Folge. In der Geschichte der Wiesn kam es zwar schon öfter zu Ausfällen, auch über mehrere Jahre hinweg, aber seit Ende des Zweiten Weltkriegs schrieb das Oktoberfest bis zum Beginn der Pandemie eigentlich ständig neue Rekorde. Hat sich also wirklich nichts getan seit dem vergangenen Jahr? Doch natürlich, mit Glück sind wir alle im September schon geimpft. Aber wer wagt dieser Tage noch Prognosen - und wer weiß, ob in diesem Jahr eine ausgelassene Wiesn-Stimmung überhaupt zustande gekommen wäre? Noch jedenfalls seien die Infektionszahlen zu hoch und die Sicherheit im Herbst könne nicht garantiert werden, so begründen Söder und Reiter die Entscheidung.

Wenn man sich anschaut, wie so mancher im Netz auf die Absage reagiert, dann meint man, die Welt ginge unter. Das tut sie natürlich nicht, für die eine oder andere Berufsgruppe ist das erneute Wiesn-Aus dennoch eine herbe Enttäuschung. "Uns wird jetzt im zweiten Jahr in Folge die Existenzgrundlage förmlich unter den Füßen weggezogen", sagt etwa Peter Bausch, Sprecher der Münchner Schausteller. Weil jene in der Regel kein zweites Standbein haben wie etwa die Wiesnwirte oder die Brauereien, sollte ihnen geholfen werden, kommentiert mein Kollege und Gastro-Reporter Franz Kotteder.

DER TAG IN MÜNCHEN

Mit Elan und Rumpelphasen Die grün-rote Rathaus-Regierung zieht Bilanz. Vor einem Jahr hat sie ihren Koalitionsvertrag unterschrieben - dann kamen ungeahnte Probleme.

Oberhachinger Impfzentrum muss nach Brand umziehen Der Dachstuhl des Gebäudes am Kolpingring ist ausgebrannt. Alle Termine bis einschließlich Mittwoch mussten abgesagt werden, die Zweitimpfungen sollen in Haar stattfinden - immerhin die Impfdosen sind sicher.

Tödliche Umklammerung Eine Frau greift ihren Freund mit einer Saftflasche an, während der schläft. Der Mann wehrt sich und tötet die Frau - ob wach oder im Halbschlaf, das muss nun das Gericht klären. Der 56-Jährige sagt, vom Morgen der Tat habe er ein "aktives und ein passives Bewusstsein".

Bloß nicht mit dem Auto ins Konzert Auf keinen Fall sollen die Besucher des neuen Kulturzentrums am Flaucher mit dem Auto kommen. Bürger, Lokalpolitiker und auch der Gasteig-Chef drängen auf optimale Busverbindungen - mit wenig Aussicht auf Erfolg.

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