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München heute:Buchungssystem für Freibäder angepasst / Erinnerung ans OEZ-Attentat

Franziska Merten leitet das Jugendzentrum Boomerang. Es ist keine 400 Meter vom McDonald's am OEZ entfernt, wo der Täter die ersten Jugendlichen tötete.

(Foto: Stephan Rumpf)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Isabel Bernstein

Es sollte ein entspannter Abend werden im Jugendzentrum Boomerang in Moosach. Der Grill war angeworfen, die Gäste standen lachend zusammen, und einige Jugendliche legten am DJ-Pult Musik auf. Doch dann fielen Schüsse, nicht irgendwo, sondern ganz nah, keine 400 Meter entfernt. Ein rassistischer Anschlag, durch den neun Menschen ihr Leben verlieren sollten.

Der Tag des OEZ-Attentats dürfte vielen Münchnerinnen und Münchnern noch sehr präsent sein. Ein Abend lang war die Stadt in Panik. Franziska Merten erlebte diese Stunden in unmittelbarer Nähe zum Tatort. "Das ist doch jetzt nicht echt, oder?", das seien ihre ersten Gedanken gewesen, als sie die Schüsse hörte, erzählt die Leiterin des Jugendtreffs. Doch dann flüchteten die Ersten ins Boomerang, Panik brach aus, Kinder weinten, Erwachsene brüllten durcheinander, alle verschanzten sich im Gebäude.

Wie sie die Stunden der Angst erlebt hat und wie die Betroffenen mit ihrem Schmerz und den wiederkehrenden Bildern jetzt, fünf Jahre nach dem Anschlag, umgehen, hat Franziska Merten meinem Kollegen Julian Hans erzählt (SZPlus). Eine Frage, sagt sie, habe alle immer wieder bewegt: "Warum macht der so was? Wir kennen den doch!"

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© SZ.de/flud
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