München heute:Chefarzt Wendtner über Omikron / Corona-Proteste in Innenstadt

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München heute: "Aus infektiologischer Sicht war schon bei Delta klar, dass zwei Impfungen offensichtlich nicht ausreichen": Clemens Wendtner, Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing.

"Aus infektiologischer Sicht war schon bei Delta klar, dass zwei Impfungen offensichtlich nicht ausreichen": Clemens Wendtner, Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing.

(Foto: München Klinik/dpa)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Ekaterina Kel

Die Inzidenz steigt rapide an, täglich infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus: Die Omikron-Welle ist jetzt da. Ob geimpft oder nicht, sind wir überhaupt noch sicher vor der neuen Mutante? Wie verlässlich ist die Impfung und ab wie vielen Impfungen hat man eine Grundimmunisierung?

Diese und ähnliche Fragen habe ich Clemens Wendtner gestellt (SZ Plus). Er ist Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing und hat seit dem ersten Fall in Deutschland mit dem Coronavirus zu tun. Und er zeigt sich optimistisch. Laut Wendtner gebe es sogar eine "sehr gute Nachricht": Die bekannten Impfstoffe schützten zu 70 Prozent vor einer Infektion mit Omikron und zu 88 Prozent vor einem schweren Verlauf.

Deshalb ist er auch für eine Impfpflicht. Er sagt, es hat sich nichts geändert, die Impfung sei immer noch der Königsweg aus der Pandemie. Mit der neuen Erkenntnis, dass wohl regelmäßige Booster nötig werden, und zwar solange sich nicht genug Menschen impfen lassen. Wir haben es also selbst in der Hand, den ewigen Kreislauf der Wellen und Impfbooster aufzuhalten, der uns womöglich noch bevorsteht. Eine deprimierende Erkenntnis? Wendtner macht lieber Mut: "Es kann hoffentlich gelingen, dass wir bereits im nächsten Winter keine so heftige Welle mehr erleben müssen und wir in ruhigeres, endemisches Fahrwasser steuern."

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