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München heute:Polizei findet kiloweise Koks / Wie eine Vermieterin für günstige Mieten kämpft

Mieterin Anna Orthofer in ihrer Wohnung in der Augustenstraße 123 (direkt am Josephsplatz)

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Anna Hoben

Natürlich gibt es sie auch in München: private Vermieterinnen und Vermieter, denen das Wohl ihrer Mieter und ein gutes Verhältnis zu ihnen am Herzen liegt. Denen es nicht darum geht, die höchstmöglichen Preise zu erzielen. Silvia P. ist so eine Vermieterin. Zwischen sechs und 13 Euro kalt pro Quadratmeter bezahlen ihre Mieterinnen und Mieter. Vor 16 Jahren haben Silvia P.s Eltern ihr ein Mietshaus in der Maxvorstadt übertragen. Das heißt, die Hälfte eines Mietshauses. Und da wird es ein bisschen kompliziert: Nachdem nämlich die Eigentümerin der anderen Hälfte gestorben war, verwaltete eine Kanzlei für Erbrecht diesen Anteil am Haus. Sie machte sage und schreibe 43 Erben ausfindig. Und die beschlossen, ihr halbes Haus an einen Investor zu verkaufen.

Weil das Mietshaus in einem Erhaltungssatzungsgebiet liegt, in dem Mieter besonders geschützt werden sollen, hat die Stadt ein Vorkaufsrecht. Sie kann also dem Investor das Haus quasi vor der Nase wegschnappen. Bis vor Kurzem gehörte es zur städtischen Strategie, solche Häuser zu hohen Preisen aufzukaufen, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Durch die Pandemie-bedingt schwierige Finanzsituation ist das im vergangenen Jahr allerdings deutlich schwieriger geworden. Silvia P. hätte es sich einfach machen können. Sie hätte ihren Anteil ebenfalls an den Investor verkaufen können. Dann wäre sie auf einen Schlag um ein paar Millionen Euro reicher geworden. Doch sie wollte nicht verkaufen.

Sie wollte aber eben auch nicht, dass die andere Hälfte an einen Investor geht, dem an bezahlbarem Wohnraum vermutlich eher weniger gelegen ist. Stattdessen setzte sie sich bei der Stadt dafür ein, dass diese ihr Vorkaufsrecht ausübt. Dafür hat sie sich sogar in ihren eigenen Rechten als Vermieterin deutlich einschränken lassen. Warum es nervenaufreibende Tage für die Vermieterin waren, wie die Mieter die Sache sehen und wie die Geschichte letztlich ausgegangen ist, lesen Sie hier (SZ Plus).

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