München heute:Grüne attackieren OB Reiter / Bruno Jonas führt künftig die Lach- und Schießgesellschaft

Bruno Jonas

Nachfolger von Till Hofmann: Bruno Jonas leitet künftig die Lach- und Schießgesellschaft .

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Oliver Hochkeppel

Eine kurze Mail nur war es, die am vergangenen Freitag in der Münchner Kulturszene für erdbebenartige Erschütterungen sorgte. Was war passiert? Till Hofmann, Bayerns umtriebigster Kleinkunstveranstalter, zu dessen Reich unter anderem das Vereinsheim, das Lustspielhaus und die Milla in München gehören, aber auch der Stadtsaal in Wien und das Label Millaphon, und der mit seiner Eulenspiegel-Agentur in Corona-Zeiten am laufenden Band neue (Ausweich-)Spielorte vom Deutschen Museum bis zur Katholischen Akademie auftat, gab in dürren Worten bekannt, dass er nach über 20 Jahren als Geschäftsführer wie Mitgesellschafter der Lach- und Schießgesellschaft aussteigt. Also sozusagen das Kronjuwel seiner Kollektion abgibt, das den Ruf des Kabarett-Standorts München begründet und bis heute bewahrt hat.

Der "Laden", wie die Lach- und Schießgesellschaft in der Szene genannt wird, hat seit seiner Gründung durch Sammy Drechsel und Dieter Hildebrandt 1956 eine besondere Rolle in der deutschen Kabarettlandschaft gespielt und ist bis heute die wohl berühmteste Kleinkunstbühne. Ein großes Erbe also, um das es geht, wenn diese echte Institution jetzt offensichtlich völlig neu aufgestellt wird. Denn mit Hofmann geht seine langjährige Bookerin Steffi Rosner, nach der unvergessenen Gerti Schmid die Seele und das Mädchen für alles des Ladens. Neuer Künstlerischer Leiter wird Hofmanns Entdecker und langjähriger Mitgesellschafter Bruno Jonas, also ein Star nicht nur im Hintergrund, sondern auch auf der Bühne. Neuer Geschäftsführer und Gesellschafter soll Stefan Hanitzsch werden, der Sohn des Karikaturisten Dieter Hanitzsch, Internet-Geschäftsmann und ehemals der Betreiber von Dieter Hildebrandts letztem großen Wurf, dem Web-Format "stoersender.tv".

Welche Querelen da wohl schon seit längerer Zeit hinter den Kulissen abgelaufen sind, will keiner der Beteiligten konkret verraten; alle bekunden, nur das Beste für die traditionsreiche Spielstätte zu wollen. Wir versuchen trotzdem, die Hintergründe zu beleuchten. Und zeichnen ein kleines Sittengemälde der guten alten Lach- und Schieß.

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© SZ.de/flud
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