München heute:Aus dem Leben eines Kunstfliegers / Umgang mit belasteten Straßennamen

Kunstflieger Lorenz Eberherr

Über den Wolken, da muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.

(Foto: Christian Endt)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Martina Scherf

Mit einem Kunstflieger ins Cockpit zu steigen, dazu braucht es gehörigen Mut. Die Belohnung ist: Adrenalin pur. SZ-Reporter Korbinian Eisenberger hat es gewagt. Er flog mit dem Piloten Lorenz Eberherr übers Inntal, im Rückenflug, Kopf über, und erlebte beim Trudeln, wie sich ein Absturz anfühlen muss (SZ Plus): Der Boden rast auf einen zu. Es geht senkrecht in die Tiefe. Wie beim freien Fall auf dem Oktoberfest, nur viel extremer. Der Leberkäs vorher: ein Fehler, das spürte der Flug-Neuling schnell.

Lorenz Eberherr ist Kunstflieger und Flugzeugbastler. Wenn er nicht im Cockpit sitzt, repariert er alte Autos und Flugzeuge, zuhause in seiner Werkstatt in Kirchseeon im Landkreis Ebersberg. Er sieht das als Beitrag zur Nachhaltigkeit, nicht alle drei Jahre ein neues Fahrzeug kaufen, vollgestopft mit Elektronik, die kaum einer versteht. Er liebt die Mechanik, die er selbst beherrscht.

Die Begeisterung fürs Fliegen kam schon in Kindertagen beim Modellflugzeugbauen mit dem Vater. Seit 23 Jahren steigt der Pilot in seine Propellermaschine und lässt sie hoch oben in der Luft wirbeln. Es ist mehr als ein Hobby. Die Fallhöhe ist groß. Etliche Kunstflug-Piloten sind schon bei Abstürzen ums Leben gekommen, auch einige von Eberherrs Freunden. Der 51-Jährige sagt, es gebe Gründe, warum er noch am Leben ist. Er respektiert die Wetterprognosen. Er weiß, was zu tun ist, wenn die Sicht schwindet. Er gerät nicht in Panik. Ein Restrisiko bleibt aber.

Warum er dennoch immer wieder in die Maschine steigt und sich dabei relativ sicher ist, die Gefahr zu beherrschen, das erzählte er vor dem Start am Boden. Bevor beide Männer ins Cockpit stiegen und sich in den Himmel schraubten.

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