München heute:Die Stadt unter IAA-Bedingungen / Bundestagswahlkampf im Netz

IAA Mobility - Proteste

Tausende Polizisten sind im Einsatz und mittendrin: die Aktivistinnen und Aktivisten.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Martin Bernstein

Die Gegner der Autoschau IAA haben ihre Ankündigung wahr gemacht und am Freitag immer wieder Zugänge zu den über die Stadt verteilten, "Open Space" genannten Ausstellungsflächen blockiert. Mit der Polizei spielten sie dabei an manchen Stellen buchstäblich Katz und Maus. Die als "Blue Lane" firmierende Autobahn zum Messegelände war für kurze Zeit ebenso dicht wie bis zum Abend die Mercedes-Ausstellungsfläche vor der Feldherrnhalle. Auch auf den Königsplatz gelangten die Klimaschutz-Aktivisten. Und sie tauchten am von der Schließung bedrohten Bosch-Werk in Berg am Laim auf.

Gesperrte Straßen, ein riesiges Polizeiaufgebot von am Freitag 3500 Beamten, über der Stadt kreisende Hubschrauber - viele Münchnerinnen und Münchner empfinden die IAA und ihre Begleiterscheinungen derzeit als eine Art Ausnahmezustand. Und fragen: Geht das so weiter? Was den Samstag betrifft, kann man jetzt schon vorhersagen: ja, es wird so weitergehen. Eine Radsternfahrt nach München und eine Großdemo werden sich am frühen Nachmittag auf der Theresienwiese zu einer Kundgebung mit voraussichtlich mehreren zehntausend Teilnehmern vereinigen.

Der beste Rat ist also, die Münchner Innenstadt am Samstag komplett zu meiden, zumindest mit dem Auto. Selbst die IAA erreicht man am besten mit dem Fahrrad und dem Öffentlichen Nahverkehr. Es soll ja auf der Messe auch um nachhaltige Mobilität der Zukunft gehen. Und wen das Wetter zu anderem inspiriert, der kann den Tag nutzen, um über die sich anbahnende Klimakastrophe nachzudenken und darüber, was dagegen zu tun ist. Und dabei ganz einfach durch den Regen stapfen.

DER TAG IN MÜNCHEN

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© SZ.de/flud
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