München heute:Warum Heizen so teuer ist und was die Stadt unternimmt / Per App in den Zoo

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München heute: Heizen ist teuer geworden. Für manche Münchnerinnen und Münchner so teuer, dass ihnen der Stadtrat zu Hilfe kommt.

Heizen ist teuer geworden. Für manche Münchnerinnen und Münchner so teuer, dass ihnen der Stadtrat zu Hilfe kommt.

(Foto: Thomas Trutschel/photothek.net/imago/photothek)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Catherine Hoffmann

In den Katakomben der Riemerschmid-Wirtschaftsschule begann die Elektrifizierung Münchens. Das habe ich bei meinem Kollegen Wolfgang Görl nachgelesen, der sich einmal auf die Spuren dieser technischen Revolution begeben hat. Im staubigen Keller an der Frauenstraße befand sich das erste städtische Elektrizitätswerk, dessen mit Wasserkraft gespeiste Turbinen zusammen mit Dynamos Strom erzeugten. Die Anlage war von November 1893 bis Januar 1913 in Betrieb und lieferte ein bisschen Strom für die elektrische Straßenbeleuchtung.

Der Grad der Elektrifizierung galt damals als Ausweis von Modernität, und München wetteiferte hierin mit anderen deutschen Städten. Bald wurden die Schaufenster der großen Warenhäuser auch bei Nacht illuminiert. Die erste elektrische Straßenbahn drehte ihre Runden. Und in den Privathaushalten veränderten Glühlampen den Alltag.

Technische Umwälzungen und wirtschaftliches Wachstum steigerten in den folgenden Jahrzehnten den Energiebedarf in München in stürmischem Tempo. Heute geht ohne Strom gar nichts mehr. Die Kapazität der Stadtwerke musste entsprechend vergrößert werden. Rund sieben Milliarden Kilowattstunden Strom stellen die Stadtwerke derzeit im Jahr her, damit Produktionsbänder und U-Bahnen, Elektroherde und Kühlschränke, Fernseher und Smartphones pausenlos laufen.

Doch die Selbstverständlichkeit eines enorm hohen und wachsenden Energieverbrauchs wird gerade auf eine harte Probe gestellt: Die Strom- und Erdgaspreise sind im Großhandel so stark gestiegen wie noch nie. Das trifft die Stadtwerke, die gerade einen großen Teil ihrer Gasfelder verkauft haben, wie mein Kollege Berthold Neff schreibt. Das kommt auch bei den Verbrauchern an, die mit Mehrkosten von mehreren Hundert Euro im Jahr für Heizung und Strom rechnen müssen (SZ Plus). Und vor allem trifft es Menschen mit geringen Einkommen und kleinen Renten, wie mein Kollege Sven Loerzer schreibt, sie können die Preissteigerungen nicht stemmen und sind auf Hilfe angewiesen.

Nun will bestimmt niemand zurück zu den Anfängen der Elektrifizierung, in denen eine schwache Glühlampe als Luxus galt. Aber vielleicht sollte man doch einmal darüber nachdenken, mit wie vielen elektrischen Geräten man leben will und wo die Stromfresser im Haushalt sitzen.

DER TAG IN MÜNCHEN

Per App zu den Affen Der Zoo reagiert auf die Kritik am Einlass. Künftig sollen Tickets digital gekauft und verlängert werden können. Und auch über bauliche Veränderungen wird nachgedacht.

Thomas Linsmayer soll Interims-Chef des Deutschen Theaters werden Der Münchner Kulturmanager soll die Leitung der städtischen Bühne nach der Freistellung von Werner Steer und Carmen Bayer vorübergehend übernehmen. Er möchte vor allem "Ruhe hineinbringen".

Polizei ermittelt nach mutmaßlichem Tötungsdelikt in Haar Die Leiche einer Frau wurde in einer Tonne in einem Keller gefunden. Die Obduktion ergab, dass sie durch Verletzungen mit einem spitzen Gegenstand starb.

Boardinghaus statt Bauruine Anstelle des verfallenen "Dönerhauses" an der Schwanthalerstraße entstehen 30 möblierte Apartments. Die Nachbarn hatten sich unter dem Projekt etwas anderes vorgestellt.

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