München heute:Hype um European Championships / KVR äußert sich zu Plänen für Rammstein-Konzert

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München heute: Klettern am Königsplatz: Ungewohnte Anblicke bieten sich derzeit an einigen zentralen Plätzen in München.

Klettern am Königsplatz: Ungewohnte Anblicke bieten sich derzeit an einigen zentralen Plätzen in München.

(Foto: Angelika Warmuth/dpa)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von René Hofmann

Haben Sie auch Karten für die European Championships? An diesem Wochenende stehen bei der großen Sportveranstaltung, die am Donnerstag in München begonnen hat, viele Wettbewerbe an, die einen besonderen Reiz versprechen - zum Beispiel das Wettklettern, für das auf dem Königsplatz vor der historischen Kulisse spektakuläre Aufbauten errichtet wurden. Vielerorts lässt sich aber auch gratis mitfiebern, beim Straßenradrennen der Männer zum Beispiel, das am Sonntag am Odeonsplatz endet, oder beim Marathon, der am Feiertags-Montag an gleicher Stelle sein Ziel findet.

Mit den Europameisterschaften in neun Sportarten kehrt ein Flirren in der Stadt ein, das diese so schon lange nicht mehr erlebt hat. Wie gewaltig die Lust darauf ist, war schon bei der Eröffnungsfeier zu erleben, als zu den Gratiskonzerten so viele Besucher in den Olympiapark strömten, dass dieser wegen Überfüllung geschlossen werden musste. München brennt darauf, dass sich wieder etwas tut. Die Kultur drängt im Sommer schon lange auf öffentliche Plätze, nun kommt der Sport hinzu - und in beiden Fällen ist der Zuspruch groß. Mein Kollege Heiner Effern hat das zum Anlass genommen, einmal der Frage nachzuspüren, wieso das bei anderen kommerziellen Ereignissen keineswegs so ist, der Internationalen Automobilausstellung etwa. Als diese sich im vergangenen Sommer in der Stadt breitmachte, hagelte es Proteste.

Die European Championships sollen aber auch die Schauplätze der Olympischen Spiele von 1972 wiederbeleben, an die sportlichen Wettkämpfe von damals erinnern und generell an die heitere Seite der Spiele damals in München. Dem terroristischen Anschlag auf die Mannschaft Israels sollte dann zum Jahrestag am 5. September gedacht werden. Dass die Familien der damaligen Opfer nun erneut den Umgang mit ihnen beklagen und ihre Teilnahme an den Gedenkfeierlichkeiten mehrheitlich absagen wollen, wirkt da auf den ersten Blick wie ein Kontrapunkt zur bunten Party. So aber sollte das niemand sehen. Denn die Einwände der Angehörigen sind berechtigt und es kann keinen falschen Zeitpunkt geben, um diese zu formulieren. Dass sie ihre Stimme gerade jetzt erheben, mitten hinein in den Partyrummel, ist gut - weil es zeigt, wie ambivalent die Spiele 1972 waren.

DER TAG IN MÜNCHEN

Rammstein-Konzert an Silvester: Das KVR will nur prüfen, nicht beraten Das Kreisverwaltungsreferat will sich nicht am Sicherheits- und Verkehrskonzept für das geplante Konzert von Rammstein auf der Theresienwiese beteiligen, der Veranstalter sei am Zug. Der will erstmal mit der Polizei sprechen.

Die Touris sind wieder da Schneller als erwartet hat sich der Münchner Tourismus von der Corona-Pandemie erholt. Die Übernachtungszahlen haben fast schon den Stand von 2019 erreicht. Dafür fehlt es jetzt an Personal. (SZ Plus)

Bitteres Ende für einen Familienbetrieb Der Imbiss "Ringlers Grill" in der Sendlinger Straße ist an den Münchner Mietpreisen gescheitert. Der Fall ist ein Beispiel für die Verdrängung kleiner Geschäfte - und den unerbittlichen Wandel in der Innenstadt.(SZ Plus)

Personenschützer von Schwarzenegger droht Gefängnis Ein Bodyguard, der unter anderem den "Terminator" auf der Wiesn beschützte, steht vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben.

Unbekannte werfen Farbbeutel auf russisches Generalkonsulat Fast die gesamte Fassade wurde dabei getroffen, der Sachschaden beläuft sich auf rund 12 000 Euro. Nun ermittelt der Staatsschutz.

Fernwärme-Kunden dürfen hoffen Die Preise sollen von Januar an weniger stark steigen als bisher. Ein Grund dafür ist der Ausbau der Geothermie.

Das Münchner Kindl kehrt heim Eine Traditionsbrauerei wird wiederbelebt und feiert am Stadtrand in Obergiesing Grundsteinlegung. Voraussichtlich 2024 soll dort das erste Bier fließen.

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