München heute: Einsame Studierende in der Pandemie / Steigende Immobilienpreise im Umland

Marie-Therese Seifert

Statt am Campus studiert die 25-jährige Marie-Therese Seifert nur an ihrem Schreibtisch - das ist ziemlich einsam.

(Foto: Privat)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von David Wünschel

Wer studiert hat, der weiß: Die Zeit an der Hochschule prägt einen Menschen. Zwischen den Hörsälen, der Mensa und den Studentenpartys lernt man nicht selten Freunde fürs Leben kennen. Bei mir ist das Studium erst einige Monate her. Ich weiß, wie es ist, durch eine leere, leblose Universität zu laufen und daran zu denken, welche Erfahrungen man hier hätte sammeln können.

Auch deshalb beschäftigt mich die momentane Lage an den Münchner Hochschulen. Während sich in den Stadien Tausende Fußballfans umarmen und die Schüler zurück in ihre Klassenzimmer strömen, sitzen die meisten Münchner Studierenden seit drei Semestern an ihren Schreib- oder Küchentischen und warten darauf, endlich wieder in die Uni zu dürfen. Denn obwohl Präsenzveranstaltungen seit Anfang Juni wieder erlaubt sind, bleiben die Hörsäle und Seminarräume zugesperrt.

Viele Studierende fühlen sich deshalb einsam, wütend und vernachlässigt. Nicht nur von den Hochschulpräsidenten, sondern auch von all jenen, die immer nur dann über junge Menschen reden, wenn sie mal wieder nachts auf den Straßen feiern. "Es gibt viele junge Leute, die einfach nur in den Austausch treten wollen, aber wir werden einfach nicht wahrgenommen", hat mir eine Studentin erzählt, die extra für den Master nach München gezogen ist - und nun doch aus ihrem WG-Zimmer studiert.

Immerhin: Im Wintersemester wollen manche Münchner Hochschulen wieder mehr Präsenzveranstaltungen anbieten. Andere halten sich mit klaren Aussagen noch zurück. Warum das so ist und was die Studierenden davon halten, können Sie hier lesen (SZPlus). Ein kleiner Fingerzeig: Nicht alle sind begeistert.

DER TAG IN MÜNCHEN

Der Preis der Stadtflucht In den Umlandgemeinden ziehen die Immobilienpreise weiter kräftig an. Das liegt auch an Münchner Wohnungssuchenden, die im Home-Office mit Garten schöner und günstiger arbeiten wollen.

Startschuss für Schüler-Impfungen Auch die Schülerinnen und Schüler bayerischer Abschlussklassen dürfen von nun an geimpft werden. Ministerpräsident Söder kritisiert derweil die derzeitige Impfempfehlung der "Stiko".

Explosion im Garchinger Stadtzentrum Bei dem Unglück unweit des Rathauses sind offenbar vier Personen verletzt worden, eine davon schwer. Kleinere Trümmer lagen im Umkreis von 20 Metern verteilt.

"Der Fehler, der Leo das Leben gekostet hat" Ein 13-jähriger Gymnasiast ertrinkt im April 2015 beim Rudertraining auf dem Starnberger See. Nun hat das Amtsgericht beide Betreuer zu Geldstrafen verurteilt.

MÜNCHEN ERLESEN

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© SZ.de/flud
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