München heute:Hunderte Menschen bei Corona-Protest in Innenstadt / S-Bahn-Krise: Brandbrief an Bahn-Vorstand

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München heute: Fast zehn Prozent aller Münchner S-Bahnen waren im November unpünktlich. Das ist ein wirklich mieser Wert.

Fast zehn Prozent aller Münchner S-Bahnen waren im November unpünktlich. Das ist ein wirklich mieser Wert.

(Foto: Florian Peljak)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Andreas Schubert

Seit ich im Home-Office arbeite, fahre ich nur noch selten S-Bahn. Auch wenn das in der Regel gut funktioniert, habe ich trotzdem viele Pannen miterlebt - etwas, das mir heute weitgehend erspart bleibt. Andere aber können leider nicht von zu Hause aus arbeiten und müssen tagtäglich mit der S-Bahn zur Arbeit pendeln. Wie es ihnen da so ergeht, kann man den sozialen Medien entnehmen. Da wird viel rumgemeckert über unpünktliche oder ausgefallene Züge. Mal ist eine Weiche kaputt, mal ein Signal, mal streiken die Zugtüren.

Die Deutsche Bahn verspricht dann immer wieder Besserung. Aber in den vergangenen Monaten hat eine Pannenserie die Geduld der Pendler arg strapaziert und dabei dem Image der S-Bahn bestimmt nicht geholfen. Die Politik fürchtet, dass die angestrebte Verkehrswende ins Stocken gerät, wenn die Menschen dann doch lieber mit dem Auto zur Arbeit oder zum Shoppen in die Stadt fahren.

Deshalb haben der Freistaat, die Stadt München und die Landkreise im MVV-Gebiet nun einen Brandbrief an den Bahnvorstand verschickt, in dem sie in deutlichen Worten das Leid der Pendler schildern und Verbesserungen anmahnen. "Das verlorene Vertrauen der Fahrgäste lässt sich nur schwer zurückgewinnen. Der DB Vorstand muss jetzt endlich handeln!", fordert Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Die Verfasser haben die Bahnvorstände Richard Lutz und Ronald Pofalla zum Krisengespräch nach München eingeladen. Mal sehen, ob diese sich der Herausforderung stellen.

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