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München heute:Mehr Corona-Fälle in Schulen / Neue Gesundheitsreferentin / Wo die Bierfässer herkommen

Schäffler, Fassmacherei Schmid

Reparieren, bauen, ausbilden: Wilhelm (l.) und Peter Schmid betreiben in vierter Generation ihre Fassfabrik in Laim.

(Foto: Florian Peljak)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Philipp Crone

Der Geruch ist einmalig. Ein bisschen Holz, was klar ist, wenn man überall größere und kleinere Sägespähne auf dem Boden Münchens letzter Fassfabrik sieht. Wie in einer Schreinerei. Aber dann ist da auch eine wunderbar süßliche Note in der Luft, die an Warehouses von Whisky-Destillerien erinnert, in denen zum Teil Tausende Fässer lagern. Klar, bei der Familie Schmid auf dem Grundstück in Laim lagern zum Teil lang gediente Bierfässer, zigfach befüllt, bis zu 30 Jahre hält so ein Fass, und da geben sie wohl durchaus eine leichte Biersüße in die Werkstatthallen ab. Aber da geht es ja schon los mit dem Mythos Holzfassbier. Was ist Einbildung, was ist Wissenschaft? Eine Antwort auf die Frage, warum das Bier so anders, viele sagen: besser als Flaschen- oder Schankanlagenbier schmeckt, bekommt man von Vater und Sohn Schmid. Während der Arbeit, versteht sich, denn trotz Wiesnausfall ist genug zu tun.

In der Fabrik an der Straubinger Straße werden derzeit vor allem kaputte Dauben repariert. Ohne Volksfeste ist der Bedarf an neuen Fässern deutlich geringer. Und so stehen hier Dutzende alte Fässer, vom Hofbräu bis zum Augustiner, und warten auf frisches Holz. Wer die wohl wann angezapft hat? Welche Feiern damit begossen wurden? Wo die Fässer schon überall waren? Interessiert den Schäffler erst einmal nicht. Er hat genug damit zu tun, gesprungene Dauben auszutauschen und neue zuzuschneiden und wieder einzupassen.

Während also die Lehrlinge und Gesellen in die alten Fässer frische helle Holzscheite einsetzen, erklären Peter und Wilhelm Schmid das Handwerk und damit den Mythos Fassbier (SZ-Plus). Und, so viel kann man sagen: Es gibt viele Gründe, warum das Bier anders schmeckt, aber nicht bei allen sind sich Schäffler und Brauer einig.

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