My Radl statt MVG-RadWie Münchens neues Leihrad-System funktioniert

Lesezeit: 2 Min.

Zunächst an 1000 Stationen anzumieten: das neue Mietrad für München und Umgebung.
Zunächst an 1000 Stationen anzumieten: das neue Mietrad für München und Umgebung. LHM/MOR, Dobner Angermann
  • Am Donnerstag, 7. Mai startet das neue Leihrad-System "My Radl" in München und 36 weiteren Gemeinden im Umland mit zunächst 2000 Rädern an 1000 Standorten.
  • Das System wird von Nextbike im Auftrag des MVV betrieben. Die Miete kostet einen Euro für 30 Minuten mit einem klassischen Fahrrad. Es gibt aber auch Pedelecs.
  • My Radl löst das frühere MVG-Rad ab und kommt mit Verspätung, da ursprünglich ein Start im vergangenen Oktober geplant war.
Von der Redaktion überprüft

Diese Zusammenfassung wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

Der Nachfolger des früheren MVG-Rads startet am 7. Mai mit 2000 Fahrzeugen. Langfristig soll die Flotte 6700 Räder umfassen. Und die Nutzer müssen keineswegs an der Stadtgrenze absteigen.

Von Andreas Schubert

SZ bei Google bevorzugen

Nach mehreren Monaten Pause gibt es von nächster Woche an wieder ein Leihrad-System in München und im Umland. „My Radl“ nennt sich das System, das die Firma Nextbike im Auftrag des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) betreibt. Von Donnerstag, 7. Mai, an werden in München und 36 weiteren Städten und Gemeinden, vor allem in den Landkreisen München und Fürstenfeldbruck, die neuen Räder an rund 1000 Standorten verteilt. Zu Beginn sollen zunächst 2000 Räder zur Verfügung stehen, 700 davon in München. Künftig wird die gesamte Flotte 6700 Räder umfassen, darunter sind auch elektrisch angetriebene Pedelecs.

Mit dabei sind etwa Städte wie Unterschleißheim und der Universitätsstandort Garching im Landkreis München. Der Vorteil für die Nutzerinnen und Nutzer: Sie können das Bike in einer Kommune ausleihen und in einer anderen zurückgeben. Wer gerne weite Strecken radelt, könnte mit einem „My Radl“ von Holzkirchen südlich von München rund 60 Kilometer nach Neufahrn bei Freising strampeln.

Auf der Homepage myradl.de ist eine Karte der teilnehmenden Kommunen zu finden. Die Standorte sind keine physischen Stationen mehr, sondern rein virtuelle. Ausleihe und Rückgabe sind ausschließlich dort möglich. Sie finden sich auch in den Apps, über welche die Räder gebucht werden. Das sind die MVV-App, die MVGO-App und die Nextbike-App.

Der Grundpreis für 30 Minuten liegt bei einem Euro für ein klassisches Fahrrad und bei drei Euro für ein Pedelec. Der Tagestarif liegt bei neun Euro für das normale und 18 Euro für das elektrische Bike. Vergünstigte Preise zahlen Nutzer, die ihr Deutschland-Ticket direkt in der MVV-App gekauft haben oder als Studierende der Hochschule Landshut ein ermäßigtes Deutschland-Ticket des MVV besitzen. Auch Kunden, die ein Abo bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) haben, können My Radl vergünstigt nutzen. Im ermäßigten Tarif ist beim klassischen Radl die erste halbe Stunde gratis, danach gilt der Basistarif. Beim E-Bike kostet die erste halbe Stunde 1,50 Euro, danach gilt auch der Basistarif.

My Radl löst das frühere MVG-Rad ab, das ebenfalls von Nextbike stammte. Der Nachfolger des früheren Systems kommt mit Verspätung. Eigentlich sollte er vergangenen Oktober nahtlos auf das MVG-Rad folgen. Und zunächst hatte ein anderer Anbieter den Zuschlag. Doch Nextbike klagte erfolgreich gegen die Vergabe und kam nach einer erneuten Ausschreibung doch wieder zum Zug. Die Wiedereinführung eines Leihradsystems nach dem Ende des MVG-Bikes war nicht unumstritten. So sprach sich etwa in München die CSU gegen die Räder aus. Die Kosten von 6,7 Millionen Euro pro Jahr hält die Partei in Zeiten knapper öffentlicher Kassen für zu hoch.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Bezahlbare Mieten
:Münchner Genossenschaften planen größtes Bauprojekt seit dem Zweiten Weltkrieg

Im Münchner Norden sollen gemeinsam mit einem Investor 1900 neue Wohnungen entstehen. Was das Eggarten-Projekt so außergewöhnlich macht – und warum Gegner protestieren.

SZ PlusVon Sebastian Krass

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: