„Ein Oberkellner muss auch ein Detektiv sein, wie dieser berühmte Poirot aus Frankreich“, erklärt der Kellner. „Ich glaube, er ist Belgier“, entgegnet der angesprochene Gast. „Nein, nein, Franzose. Ich kenne ihn persönlich“, behauptet wieder der Kellner, nicht ahnend, dass sein Gast mit dem markant gezwirbelten Oberlippenbart und dem französelnden Akzent eben jener wohlgemerkt belgische Privatdetektiv Hercule Poirot ist. Und schon in dieser Szene spürt man im Deutschen Theater im Stück „Mord im Orientexpress“ das Komödiantische in Agatha Christies Werk.
Die Premiere von "Mord im Orientexpress" im Deutschen Theater MünchenMonsieur Poirot muss nicht singen
Lesezeit: 2 Min.

Kaum Gesang, keine Tanzeinlagen: Musical-Regisseur Christoph Drewitz inszeniert „Mord im Orientexpress“ als rasantes Theater. Sein bestens aufgelegtes Ensemble bereichert das spannend erzählte Stück immer wieder mit Komik-Einlagen.
Kritik von Dirk Wagner

Hommage an das Regie-Genie Rainer Werner Fassbinder:Fassbinder, höchstpersönlich
Vor 80 Jahren wurde das Enfant Terrible des Neuen Deutschen Films geboren. Zahlreiche Veranstaltungen und Veröffentlichungen erinnern an den viel zu früh verstorbenen Münchner Regisseur, Theatermacher und Schauspieler.
Lesen Sie mehr zum Thema