„Ein Oberkellner muss auch ein Detektiv sein, wie dieser berühmte Poirot aus Frankreich“, erklärt der Kellner. „Ich glaube, er ist Belgier“, entgegnet der angesprochene Gast. „Nein, nein, Franzose. Ich kenne ihn persönlich“, behauptet wieder der Kellner, nicht ahnend, dass sein Gast mit dem markant gezwirbelten Oberlippenbart und dem französelnden Akzent eben jener wohlgemerkt belgische Privatdetektiv Hercule Poirot ist. Und schon in dieser Szene spürt man im Deutschen Theater im Stück „Mord im Orientexpress“ das Komödiantische in Agatha Christies Werk.
Die Premiere von "Mord im Orientexpress" im Deutschen Theater MünchenMonsieur Poirot muss nicht singen
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Was der belgische Privatdetektiv Hercule Poirot zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt: Alle Passagiere im Zug verbindet ein trauriges Schicksalsband. Szene aus der Theateradaption von „Mord im Orientprozess“.
Nico MoserKaum Gesang, keine Tanzeinlagen: Musical-Regisseur Christoph Drewitz inszeniert „Mord im Orientexpress“ als rasantes Theater. Sein bestens aufgelegtes Ensemble bereichert das spannend erzählte Stück immer wieder mit Komik-Einlagen.
Kritik von Dirk Wagner
