MäzenatentumWohin fließen die Millionen der PIN-Auktion?

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Jubel am Abend der PIN-Auktion 2025 unter dem Dach der Rotunde der Pinakothek der Moderne. Vereinsmitglieder und Museumsleiter freuen sich über das Ergebnis.
Jubel am Abend der PIN-Auktion 2025 unter dem Dach der Rotunde der Pinakothek der Moderne. Vereinsmitglieder und Museumsleiter freuen sich über das Ergebnis. (Foto: Foto: PIN Freunde)

Der Freundeskreis der Pinakothek der Moderne bangte, ob alle Kunstwerke bei seiner Jubiläumsauktion in diesen angespannten Zeiten Käufer finden würden.  Es gelang. Eingenommen wurden 2,2 Millionen Euro. Aber nicht alles Geld geht an die Museen.

Von Susanne Hermanski

Die Zahl ist imposant: 2,2 Millionen Euro hat die Jubiläumsauktion der PIN-Freunde eingebracht. Und das in Zeiten, in denen vielerorts gespart werden muss – auch in Münchner Unternehmerkreisen, den Hauptstützen des Vereins, der sich seit 60 Jahren die Förderung der Modernen Kunst in München auf die Fahnen geschrieben hat.

In den vergangenen Jahren konzentrierte  sich dieses Engagement auf die Museen, die in der Pinakothek der Moderne ihren Sitz haben und das Museum Brandhorst. Für sie werden Ankäufe von neuen Werken und die Finanzierung von Vermittlungsprogrammen ermöglicht. Dafür werden bei der alljährlichen Benefizauktion Werke verkauft – in diesem Jahr waren dies 53 Stück.

In früheren Zeiten schenkten Künstler und Galeristen Arbeiten an den Verein zur Versteigerung. Seit einigen Jahren erhalten sie einen Teil des Auktionserlöses für ihre eingelieferten Arbeiten. Einer der Gründe: Künstler und Galeristen können wertvolle Werke gar nicht so einfach schenken, ohne dass hierzulande das Thema Schenkungssteuer aufkommt. Allein das hat schon viele Implikationen. Zudem dürfte die Motivation, qualitativ interessante Werke einzuliefern, höher sein, wenn die Urheber am Erlös partizipieren.

Am Ende fließen aus den Einnahmen der PIN-Auktion jedenfalls nach Angaben der „Freunde“ nicht die vollen 2,2 Millionen Euro unmittelbar an die Museen, sondern die Hälfte: 1,1 Millionen Euro. Die Kosten für die Party, die mit der Versteigerung alljährlich verbunden ist, werden unterdessen nicht durch die Auktionseinnahmen bestritten. Sie müssen durch die Eintrittskarten finanziert werden, die alle brauchen, die an dem Abend teilhaben wollen. Das Ticket muss jeder selbst zahlen, sofern er nicht von einem großzügigen Gastgeber eingeladen worden ist, der gleich einen ganzen Tisch gebucht hat.

Im Jahr 2024 erzielte die PIN-Auktion ein Gesamtergebnis, das noch 200 000 Euro über dem diesjährigen lag, bei 2,4 Millionen Euro. Weil die PIN-Freunde übers Jahr auch bei anderen Gelegenheiten sammeln, planen sie an die Museen aus den gesamten Einnahmen von 2025 folgende Summen zu spenden: 1,2 Millionen Euro für die kommenden Ausstellungen, 400 000 Euro für Vermittlungsprojekte und 400 000 Euro für Ankäufe. Zum Vergleich: Allein das teuerste Werk des PIN-Abends 2025, ein großformatiges Rasterbild von Sigmar Polke, erzielte den Spitzenpreis von 480 000 Euro.

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