Mietenstopp:Grün-rote Widersprüche

Mietenstopp: Der Kompromiss im Münchner Rathaus übertüncht lediglich inhaltliche und atmosphärische Differenzen in der Koalition.

Der Kompromiss im Münchner Rathaus übertüncht lediglich inhaltliche und atmosphärische Differenzen in der Koalition.

(Foto: imago)

Die Rathaus-Koalition verlängert den Mietenstopp für städtische Wohnungen so, dass hinterher jede Seite das Gewünschte herauslesen kann. Dabei gäbe es eine gerechtere Lösung.

Kommentar von Bernd Kastner

Dies oder das? Wenn zwei Parteien sich streiten, ist die Lösung gerne, dies und das zu tun. So geschehen im Stadtrat bei der Verlängerung des Mietenstopps für städtische Wohnungen. Die Grünen sind für einen Stopp des Stopps, weil sie finden, dass viele der Bewohner nicht so bedürftig seien, um kein moderates Mietplus zu verkraften. Die SPD und vor allem ihr Oberbürgermeister Dieter Reiter sind für eine unbefristete Verlängerung zugunsten der 69 000 Parteien, weil sie die Bedürftigen unter ihnen sehen und zumindest die städtischen Mieten deckeln wollen; lieber wäre ihnen ein bundesweiter Mietenstopp.

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