Als historische Fachberaterin für das Stück "Vögel" von Wajdi Mouawad musste ich mit Bestürzung zur Kenntnis nehmen, dass das Münchner Metropoltheater weitere Aufführungen abgesagt hat, nachdem sich mehrere jüdische Studierende darüber beschwert hatten, dass das Stück antisemitisch sei.
Nach Vorwürfen gegen das Metropoltheater:"'Vögel' ist weit davon entfernt, antisemitisch zu sein"
Lesezeit: 4 min
Aufführung von "Vögel" am Münchner Metropoltheater.
(Foto: Jean-Marc Turmes)Nach Antisemitismus-Vorwürfen hat das Münchner Metropoltheater das Stück abgesetzt. Die Historikerin Natalie Zemon Davis ist jüdischer Herkunft und war an der Entstehung intensiv beteiligt. Warum sie nun den Theaterchef auffordert, "Vögel" weiterzuspielen.
Gastbeitrag von Natalie Zemon Davis
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Liebe und Partnerschaft
»Zu viel Ehrlichkeit halte ich für ein Warnsignal«
Kindermedizin
Warum mehr Kinderärzte noch nicht genug sind
Donald Trump
Nicht zu fassen. Oder doch?
Arbeit
Schluss mit dem Kaputtmachen!
"Tár"-Schauspielerin Cate Blanchett
"Es ist einsam an der Spitze"