Angemessene Reaktion angesichts der erhobenen Antisemitismus-Vorwürfe oder bedenklicher Eingriff in die Kunstfreiheit? Die Entscheidung des Metropoltheaters, das Stück "Vögel" aus dem Programm zu nehmen und auch eine Sondervorstellung mit Vertretern der israelitischen Kultusgemeinde und des Münchner Stadtrats abzusagen, hat eine kulturpolitische Debatte ausgelöst.
Theater in MünchenShoah-Vergleiche, die versöhnen sollen?
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"Ein aufregendes Kunststück": SZ-Kritik zur "Vögel"-Premiere am Metropoltheater Anfang Oktober. Im Bild Anna Graenzer als Eden und Magdalena Laubisch als junge, arabischstämmige US-Amerikanerin Wahida (rechts).
Jean-Marc Turmes/MetropoltheaterNach Antisemitismus-Vorwürfen setzt das Metropoltheater das international bekannte Stück "Vögel" ab. Die Entscheidung findet viel Zustimmung, wirft aber eine Grundsatzfrage auf: Wer beurteilt, was Kunst darf?
Von Martin Bernstein, Heiner Effern, René Hofmann und Yvonne Poppek
