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Neues Angebot für Radler:Rund um die Uhr saubere Fahrräder

Durchschieben statt selber schrubben: Nach diesem Prinzip funktioniert die Anlage.

(Foto: Gino Dambrowski)

Halbautomatisch und bargeldlos: An der Marsstraße in der Maxvorstadt steht eine besondere Waschanlage.

Von Sophia Kaiser

Nachts um drei am Sonntag sein Fahrrad waschen - das ist ab sofort kein Problem mehr. Am Donnerstag stellte Pedalhelden-Geschäftsführer Dominic Staat die neue halb automatische Fahrradwaschanlage "CycleWash" vor. Die Anlage selbst ist keine Neuheit. Sie wird schon seit 2012 genutzt und auch bei Außeneinsätzen und Firmenevents verwendet. Die neue Anlage erlaubt jedoch erstmals bargeldloses Bezahlen und kann rund um die Uhr genutzt werden, außer bei Frostgefahr. Für einen Preis von zehn Euro befreit sie Fahrräder von Matsch, Staub und anderem Dreck.

Der große graue Kasten, der vorne und hinten mit einer Rampe ausgestattet ist, steht vor der Pedalhelden-Filiale in der Marsstraße 11. In seinem Inneren befindet sich die ganze Reinigungstechnik. Eine große Hinweistafel erklärt den Kunden, wie genau die Anlage zu bedienen ist. Zuerst erfolgt die Aktivierung über das Terminal an der Maschine. Hier kann bargeldlos per Kreditkarte, Google- und Apple-Pay oder mit der EC-Karte gezahlt werden. Vor der eigentlichen Reinigung soll das Fahrrad am Besten noch mit einer Wasserspritze vorgereinigt werden. Dann geht es ab in die Anlage, die per Knopfdruck gestartet wird.

In dem massiven Kasten verbergen sich mehrere Wasserdüsen sowie zwei entgegengesetzt rotierende Bürsten, die jeden Schmutzrest vom Fahrrad waschen sollen. Während des Waschvorgangs soll der Kunde sein Fahrrad langsam durch die Anlage schieben - schließlich läuft sie ja nur halb automatisch. Nach drei Minuten ist der Spaß vorbei und das Rad kann mit den ausliegenden Lappen getrocknet werden. Innerhalb der Öffnungszeiten ist eine Barzahlung laut Geschäftsführer Staat natürlich immer noch möglich. Für drei Euro Aufpreis wird die Wäsche auch von einem Pedalhelden-Mitarbeiter übernommen.

Die Nachfrage nach den Fahrradwaschanlagen sei gut, sagt Staat, denn Verschmutzungen könnten beispielsweise auch Schaltprobleme nach sich ziehen. Die automatische Wäsche in der Anlage gewinnt dabei oft gegen das Putzen von Hand. Mit biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln und einem geschlossenen Wasserkreislauf ist die CycleWash-Maschine sogar umwelttechnisch vorbildlich. Die Möglichkeit, die Anlage zu jeder Zeit nutzen zu können, ist für viele Radfahrer ein Vorteil. Vor allem, wenn sie ihr Fahrrad am Wochenende benutzen oder besser gesagt: dreckig machen.

© SZ vom 09.10.2020

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