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Maximilianstraße:Weniger Carsharing-Plätze gefordert

Wer im Stadtzentrum wohnt und nur gelegentlich ein Auto braucht, kommt mit Carsharing oft bequemer und günstiger weg, als mit einem eigenen Wagen - zumal die meisten Anbieter ihre Fahrzeuge "Free Floating" anbieten, also ohne feste Rückgabe-Stationen. Bisher können Leihautos in der Altstadt auf allen Pkw-Parkplätzen abgestellt werden. Mit der Einführung von Mobilitätspunkten will die Stadt nun feste, dafür aber exklusiv reservierte Standorte ausweisen. Aus Sicht des Bezirksausschusses (BA) wollen die Verkehrsplaner in der Maximilianstraße aber zu viele Flächen dafür reservieren, dort sind acht Parkplätze vorgesehen.

Der BA spricht sich dafür aus, es bei vier Sharing-Plätzen zu belassen und zwei Stellplätze im Bereich der Kammerspiele in Fahrrad-Abstellflächen umzuwandeln. Die Maximilianstraße sei eine exklusive Einkaufsstraße mit spezieller Klientel, die kaum aufs eigene Gefährt verzichte, so die Begründung. Auch vier reservierte Plätze könnten dort nach Einschätzung der Lokalpolitiker oft leer bleiben. Allerdings geht der BA davon aus, dass die frei gehaltenen Plätze Carsharing attraktiver machen und die Nachfrage dadurch steigt. Am Platz der Opfer des Nationalsozialismus will der BA statt acht Plätzen nur vier reservieren, jedoch mit Erweiterungsoption. Offen bleibt allerdings, wie viele Stellflächen dort nach dem Bau des Altstadt-Radlrings überhaupt übrigbleiben werden.

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