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Justiz:Siegfried Mauser will Haft in Österreich absitzen

Siegfried Mauser vor der Verhandlung am Dienstag in Karlsruhe.

Siegfried Mauser hätte seine Haft eigentlich in Landsberg am Lech antreten müssen - nun würde er lieber in ein österreichisches Gefängnis gehen.

(Foto: dpa)

Der frühere Präsident der Musikhochschule ist wegen sexueller Nötigung in drei Fällen verurteilt. Er hätte seine Haftstrafe in Landsberg bereits antreten müssen, war aber nicht erschienen.

Der wegen sexueller Nötigung verurteilte Ex-Präsident der Musikhochschule München, Siegfried Mauser, will seine Haft in einem österreichischen Gefängnis verbüßen. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in München am Donnerstag mitteilte, hat Mauser dort einen Antrag auf Strafvollstreckungsübertragung gestellt. Unabhängig davon habe die Behörde aber bereits bei ihren österreichischen Amtskollegen beantragt, die Strafvollstreckung zu übernehmen.

Weil Mauser neben der deutschen auch die österreichische Staatsangehörigkeit besitzt, könne ihn das Nachbarland nicht an Deutschland ausliefern, sagte die Sprecherin. Mauser hätte am 13. Januar in der Justizvollzugsanstalt Landsberg seine Haftstrafe antreten müssen, war dort aber nicht erschienen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte Anfang Oktober 2019 das Urteil des Landgerichts München I bestätigt, das den Mann im Mai 2018 wegen sexueller Nötigung in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt hatte. Er hatte demnach eine Sängerin in seinem Büro auf das Sofa gestoßen und trotz Gegenwehr sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen (Az: 1 StR 39/19).

© SZ.de/dpa/amm
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