„Raveolution 26“ auf dem MarienplatzTanzen für ein besseres Miteinander

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Alicea und Yugo, die beiden DJs des Münchner Clubs „Rote Sonne“, spielten melodischen Trance. Das kam gut an.
Alicea und Yugo, die beiden DJs des Münchner Clubs „Rote Sonne“, spielten melodischen Trance. Das kam gut an.
Johannes Simon

Die DGB-Jugend veranstaltet den ersten Rave vor dem 1. Mai und vereint die Generationen. Bei Techno-Beats stimmt sich die Menge auf den „Tag der Arbeit“ ein.

Von Leo Greinwald

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Die Sonne, die an diesem 30. April untergeht, taucht den Marienplatz in goldenes Abendlicht. Stück für Stück verschwindet sie hinter der mächtigen schwarzen Bühne. Dort steht Magdalena Wesselly, Sprecherin der DBG-Jugend München. „Schön, dass ihr gekommen seid, zum ersten Rave auf dem Marienplatz!“, ruft sie in die Menge. Dann nehmen die DJs Alicea und Yugo Aufstellung hinter den Turntables und starten in die „Raveolution 26“: Das Techno-Open-Air ist als jugendliches Vorabendprogramm zur Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in München gedacht.

Mit dem Event will die Gewerkschaftsjugend vermitteln, „wie wichtig es ist, am 1. Mai auf die Straße zu gehen, aber auch einfach eine gute Zeit zu haben“, so Wesselly. Beides glückt an diesem Abend – noch vor 19.30 Uhr hat sich vor der Bühne eine tanzende Menge gebildet, und auch die großen DBG-Infostände vor dem Rathauseingang verzeichnen regen Zulauf. Jasmin, 51, und ihre Gruppe sind eigentlich nur wegen der Musik gekommen, „aber wenn man auf die Veranstaltung Bock hat, denkt man dann automatisch positiv über die Gewerkschaftsjugend, weil man verknüpft das dann“.

Der Platz vor der Bühne war sehr schnell gefüllt.
Der Platz vor der Bühne war sehr schnell gefüllt.
Johannes Simon
„Einfach eine  gute Zeit haben.“:  Auch das war das Motto an diesem Abend.
„Einfach eine  gute Zeit haben.“:  Auch das war das Motto an diesem Abend.
Johannes Simon

Alicea und Yugo sorgen jedenfalls dafür, dass Jugendliche in roten DBG-Jacken und zufällig vorbeikommende Stadtbummler zusammen vor der Bühne im Kreis springen. Die beiden DJs des Münchner Clubs „Rote Sonne“ spielen melodischen Trance, mitreißend genug, um die Feiernden in Bewegung zu bringen, leise genug, um Gespräche an den Ständen zuzulassen. Die DGB-Jugend informiert dort beispielsweise darüber, wie man als Auszubildender fair behandelt wird.

„Auch die Wehrpflicht ist ein großes Thema“, sagt Benedikt Kopera, Organisationssekretär der DBG Region München. Deswegen will auch Leopold, 21, am 1. Mai an der DGB-Demonstration teilnehmen: „Es darf kein Niederreißen geben, es muss ein besseres Miteinander sein“, sagt er. Jetzt aber erst einmal in den Mai raven. Die Gruppe um Jasmin steht unterdessen keine Stunde nach Beginn bereits sehr nah am Infostand. Die Taktik der DBG Jugend, Technobeats mit Gewerkschafts-Information zu verknüpfen, scheint aufzugehen.

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