Ein hör- und sehbehinderter Mann ist am Dienstagvormittag am Münchner Hauptbahnhof auf ein Gleis gestürzt. Couragierte Reisende retteten den Mann, indem sie die Polizei riefen und dem Rettungsdienst und der Bundespolizei dabei halfen, den 42-Jährigen aus dem Gleis zu befreien.
Der Unfall ereignete sich gegen 9 Uhr am Ende von Gleis 28. Videoaufnahmen legen laut Bundespolizei nahe, dass der hör- und sehbehinderte Mann beim Ausweichen eines Pfostens, vermutlich wegen seiner Sehbeeinträchtigung, zu nah ans Gleis geraten und deswegen in den Schienenbereich gestürzt war.
Einer der beiden Passanten, die vor Ort die Rettungskette in Gang setzten, ist selbst Rettungssanitäter. Bevor er zusammen mit Sanitätern und Bundespolizisten den Mann aus dem gesperrten Gleis barg, übernahm noch im Schienenbereich die Erstversorgung. Der Verletzte wurde in eine Münchner Klinik gebracht.

