Konditorei MaeluKöstliche Kunst in der Theatinerstraße

Lesezeit: 2 Min.

Auch die weiteren Törtchen der Konditorie gleichen kleinen bunten Kunstwerken.
Auch die weiteren Törtchen der Konditorie gleichen kleinen bunten Kunstwerken. Catherina Hess

Die Konditorei Maelu ist für ihre wunderschön gefertigten Törtchen bekannt. Die schmecken zudem hervorragend – doch ein anderes Gebäck überzeugt sogar noch mehr.

Von Christina Lopinski

SZ bei Google bevorzugen

In der Theatinerstraße 32 fotografieren Menschen ein Schaufenster. Dahinter: Törtchen in allen vorstellbaren Formen und Farben. Man könnte meinen, sie wären Teil einer Ausstellung für Patisserie-Kunst.

In der Konditorei Maelu, die diese Törtchen anfertigt, erwarten einen außerdem Pistaziencroissants und Pain Suisse, ein bunter Haufen Macarons und in Frischhaltefolie eingewickelte Sandwichs. Die klassischen Kaffeespezialitäten können im ersten Stock, im Café der Konditorei, verköstigt werden. Die Einrichtung ist schlicht, fast clean. Der Espresso kostet 2,50 Euro, der Cappuccino 3,90 Euro, ein Kräutertee 5,90 Euro. Entkoffeinierten Kaffee gibt es nicht, ebenso wenig Matcha Latte. Hafermilch kostet bis zu 60 Cent extra.

Ralf Mäser und seine Frau Sonja Mäser-Luksch führen die Konditorei seit 17 Jahren - seit zwölf Jahren sind sie in der Theatinerstraße. Die beiden setzen auf Tradition – für die Törtchen entwickeln sie alte deutsche Rezepte weiter. Ihre Inspiration finden sie auch im Ausland. Eine Mango-Rose auf Butterteig haben sie zum ersten Mal in den Emiraten gesehen. Heute ist ihr Mango-Träumchen ein Evergreen.

Seit Kurzem haben sie auch die schillernden Fruchtimitationen im Angebot, die durch den französischen Konditor Cédric Gorlet bekannt wurden und nun in Deutschland auf dem Patisserie-Vormarsch sind. 15 Euro kostet eine perfekt imitierte Mango, Erdbeere oder Zitrone. Fragt man Mäser, empfiehlt er aber etwas anderes. Etwas ohne Farbstoff.

Dann also die Klassiker: das Maelu, das Mango-Fruchtbäumchen, den New York Cheesecake. Schon beim ersten Bissen denkt man: So etwas habe ich noch nie geschmeckt! Die Zutaten sind sehr fein aufeinander und anscheinend auch auf die Geschmacksknospen abgestimmt. Der im Furnier geschnittene Baumkuchenboden zergeht direkt auf der Zunge und jeder Bissen offenbart eine neue Zutat. Schokoladenliebhaber sollten unbedingt das Törtchen Maelu – nicht zu süß, nicht zu bitter, intensiv und frisch – probieren.

Sonja Luksch-Mäser und ihr Partner Ralf Mäser haben das Maelu in der Theatinerstraße vor 13 Jahren eröffnet.
Sonja Luksch-Mäser und ihr Partner Ralf Mäser haben das Maelu in der Theatinerstraße vor 13 Jahren eröffnet. Catherina Hess
Ist ein Klassiker im Maelu: das Mango-Träumchen.
Ist ein Klassiker im Maelu: das Mango-Träumchen. Catherina Hess
Die Pistaziencroissants (r.) sind einen Bissen wert.
Die Pistaziencroissants (r.) sind einen Bissen wert. Catherina Hess/Catherina Hess

Der außergewöhnliche Geschmack und die handwerkliche Kunst sind nicht günstig. Zwischen 6,70 Euro und 9,50 Euro kostet ein Törtchen to go. Im Café zahlt man für das Maelu sogar 12,90 Euro. Schaut man sich die Preisentwicklung für Kakao und Butter an und glaubt Mäser, dass die Entwicklung der Textur eines einzigen Törtchens gut und gerne eine Woche dauert, dann versteht man die Preise besser.

Möchte man seinen Gaumen etwas preiswerter verwöhnen, empfiehlt sich das Pistaziencroissant. Der Teig ist fluffig, die Pistaziencreme nussig, nach dem Essen fühlt man sich weder aufgebläht noch überzuckert. Im Vergleich mit den Törtchen ist das Pistaziencroissant (4,90 Euro) fast günstig – und bleibt geschmacklich sogar am stärksten in Erinnerung. Vielleicht, weil es gerade so populär ist. Perfektion sticht eben heraus.

Café Maelu, Theatinerstraße 32, Montag 10.3019 Uhr, Dienstag bis Freitag 9–19 Uhr, Samstag 10.30–19 Uhr, Sonntag 12–18 Uhr

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Essen in München
:Wie man an günstige Plätze in der Sternegastronomie kommt

Die App „Hidden Table“ vermittelt Plätze in Gourmetrestaurants – und das zu vergünstigten Preisen. Seit März gibt es sie in München. Welche Lokale dabei sind und warum das Konzept bei Gastronomen umstritten ist.

SZ PlusVon Jacqueline Lang

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: