Nach einem Rodelunfall, bei dem eine Schülerin aus München starb und ein weiteres Mädchen schwer verletzt wurde, hat die österreichische Polizei neue Details zu dem Unglück mitgeteilt. Die beiden 13-Jährigen seien auf einer Skipiste gefahren statt auf der dafür vorgesehenen Rodelbahn, bestätigte eine Polizeisprecherin in Salzburg der Deutschen Presse-Agentur.
Die Schülerinnen aus München hätten am Donnerstag die Rodelbahn verlassen und sich mit ihrem Schlitten auf die Piste begeben, hieß es von den Rauriser Hochalmbahnen. Es handle sich um einen steilen Hang, sagte Wolfgang Hofer, einer der Seilbahn-Vorstände, der dpa.
Die Mädchen waren mit einer Schülergruppe im Rahmen eines Wintersport-Aufenthalts in dem Skigebiet im Bundesland Salzburg. Ob die beiden versehentlich oder absichtlich auf die rot markierte – also für Skifahrer mittelschwere – Piste gerieten, sei unklar, sagte die Polizeisprecherin. Sie seien mit ihrem Schlitten nicht zu einem vereinbarten Treffpunkt auf der Rodelbahn gekommen, sagte sie.
Die Schülerinnen kamen von der Piste ab und prallten gegen einen Baum. Eine 13-Jährige stürzte meterweit im steilen Wald ab. Sie starb in einer Klinik in Salzburg an ihren schweren Verletzungen. Die andere Schülerin wurde ebenfalls schwer verletzt in ein Krankenhaus nach Schwarzach geflogen. Ihr Zustand sei weiterhin stabil, sie werde aber wohl noch einige Tage im Hospital verbringen müssen, sagte ein Kliniksprecher der dpa.
„Es ist sehr tragisch“, sagte Wolfgang Hofer, einer der Vorstände der Hochalmbahnen. Das Seilbahnunternehmen drückte den Angehörigen in einer Stellungnahme sein Mitgefühl aus. Der Rettungseinsatz sei unmittelbar nach dem Unfall in Gang gesetzt worden, hieß es darin. Notarzthubschrauber hätten die Mädchen in die Krankenhäuser transportiert.
Die Schülerinnen trugen beim Rodeln Helme, wie die Polizei mitteilte. Dies ist in ihrem Alter gesetzlich verpflichtend. Die Alpine Einsatzgruppe hat die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen.

