Lokalrunde:Italophilie und fette Mönche

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Die beiden Brenner-Chefs Rudi Kull und Albert Weinzierl vor ihrer jetzt eröffneten Brenner-Marstallterrasse. (Foto: Annette Baronikians)

Dem Restaurant Brenner sind Pfifferlinge viel wert, und der Fat Monk schätzt Schüsseln.

Von Franz Kotteder

Für italophile Menschen ist der Brenner das Einfallstor in den Süden schlechthin. Rudi Kull und Albert Weinzierl haben ihrem 1000-Quadratmeter-Restaurant Brenner an der Maximilianstraße bis hinter zum Marstallplatz deshalb nicht umsonst diesen Namen gegeben, als sie vor mehr als 20 Jahren die Projektentwicklungsgesellschaft für den Marstall mit ihrem Konzept überzeugten. Das gastronomische Dickschiff bei der Oper wurde ein mediterranes Grillrestaurant mit Bar.

Seit diesem Mittwoch hat man neue, mediterrane Gerichte mit Pfifferlingen, deren Saison jetzt im Frühsommer beginnt, auf der Karte. Etwa italienische Feigen mit marinierten Pfifferlingen für 17,50 Euro, eine sehr frische, fein ausbalancierte Vorspeise. Von denen gibt es auch Carpaccio mit Pfifferlingen von der Lachsforelle (20,50 Euro) oder vom Rind (19,50 Euro). Außerdem noch zwei Pastagerichte und einen Risotto mit Pfifferlingen, Blaubeeren und geschmolzenem Lauch (22,50 Euro) sowie angenehm zarte Scaloppine vom Kalb mit Pfifferlingen, Tomaten und Kräutersalsa (29,50). Leider hat das Brenner noch keinen richtigen Meeresstrand vor der Tür. So muss man eben mit der großen Marstallterrasse mit ihren 280 Sitzplätzen vorliebnehmen. Ein schönes Detail dort: die Serviettenlampen des Lichtkünstlers Ingo Maurer.

In heimischen Wäldern rar geworden: Pfifferlinge, das Brenner serviert sie mit Scaloppine vom Kalb. (Foto: Annette Baronikians)

Neu ist im Brenner übrigens auch das Pre-Opera-Dinner, eine Idee, die Rudi Kull aus New York mitgebracht hat: ein Glas Wein oder Spumante, ein Tagesgericht vom Grill und danach Tiramisu oder ein Espresso für 25 Euro. Man kann dafür bis zu zwei Stunden vor Aufführungsbeginn reservieren (Restaurant Brenner, Maximilianstraße 15, Montag bis Donnerstag 8.30–24 Uhr, Freitag bis Samstag 8.30–1 Uhr, Telefon 089-4522880, www.brennergrill.de).

Österreichische Systemgastronomie scheint sich gerne auf Schüsseln und gesunde Zutaten, die man sich selber zu Bowls zusammenstellen kann, zu konzentrieren. Nach My Indigo am Oberanger eröffnete jetzt in der Kaufingertor-Passage unweit des Marienplatzes das Fat Monk München, der erste deutsche Ableger einer Wiener Deli-Bowls-Kette, die auf frische Zutaten von Reis über Gemüse bis Salat sowie Fleisch und Fisch setzt, regional unterfüttert und alles auch zum Selberzusammenstellen. Oder, um die Ankündigung für den Münchner Laden zu zitieren: „Freut euch auf unsere beliebten Signature Bowls, feinen Mayos und freshen Greens“ – was immer das auch auf Deutsch genau heißen mag (Fat Monk München, Kaufingertor-Passage, Fürstenfelder Straße 5, Montag bis Samstag 10–20 Uhr, Telefon 0175-7606858, www.fatmonk.com/de).

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