Eindrücke vom Literaturfest München:Das Böse ist immer und überall

Eindrücke vom Literaturfest München: Was eine Diktatur kennzeichnet? Vor allem die Lüge, sagte die Schriftstellerin Herta Müller auf einem Podium des Literaturfests.

Was eine Diktatur kennzeichnet? Vor allem die Lüge, sagte die Schriftstellerin Herta Müller auf einem Podium des Literaturfests.

(Foto: Catherina Hess)

Wo hat es seinen Ursprung, und was lässt sich ihm entgegensetzen? Beim Literaturfest München gab es darauf einige Antworten - von Nobelpreisträgerin Herta Müller, ukrainischen Autoren im Kriegseinsatz und bei einem Symposium.

Von Antje Weber

"Alles, was ich über Freiheit gelernt habe, habe ich aus der Unterdrückung der Freiheit gelernt", sagt Herta Müller. Die Schriftstellerin, einst von der Securitate in Rumänien verfolgt, kennt sich mit Gewalt in ihren unterschiedlichen Formen nur zu gut aus. Bei einem Podium des Literaturfests sprach sie am Donnerstag über das Wesen von Diktaturen und benannte als wohl wichtigstes Merkmal: die Lüge. Immer sei da etwa "diese erfundene Schuld", die als Grundlage von Verhören diene; die Fassade stimme, doch dahinter sei alles erfunden. "Wir sehen das bei Putin heute auch. Es ist ein Grundmuster, das sich immer wiederholt."

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