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München-Lieblingsplätze der Redaktion:Wo wir ins Träumen kommen

Die schönsten Ausblicke, ganz viel Ruhe, griechische Genüsse in Giesing, Biertrinken mit abgehalfterten Playboys oder Planschen im Naturschwimmbad: Im Sommer gibt es viele herrliche Plätze in München. Hier sind die Lieblinge der Redaktion.

17 Bilder

Lieblingsplätze der Redaktion: Naturbad Maria Einsiedel in München, 2010

Quelle: SZ

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Griechische Genüsse in Giesing, Planschen im Naturschwimmbad oder Biertrinken mit abgehalfterten Playboys: Im Sommer gibt es viele herrliche Plätze in München. Hier sind die Lieblinge der Redaktion.

Naturbad Maria Einsiedel

Mei, der Sommer in München kann so schön sein. Da muss man nicht in mit ekligen Tierchen verseuchte Seen steigen oder sich in Glasscherben an der Isar suhlen. An heißen Tagen lockt ein schnuckeliges Freibad, das erst vor ein paar Jahren ökologisch auf Vordermann gebracht wurde: das Naturbad Maria Einsiedel auf der anderen Isarseite vom Zoo. Hier bekommt man keine Niesattacken wie beim Baden in Chlorwasser und die Haare werden nach dem Untertauchen in dem weichen Wasser so samtig, dass eine Dusche samt Shampoo vollkommen überflüssig ist.

Das liegt an der biologischen Reinigung des Badewassers durch Mikroorganismen und Kiesfilter. Zwar ist der Boden der Becken oft etwas veralgt, aber das verstärkt nur die Illusion, sich in einem See zu bewegen. Eiskalt fließt zudem der Isarkanal durch das grüne Bad, das teilweise noch einen uralten Baumbestand aufweist. Schwimmuntüchtige Kinder können sich im Planschbecken vergnügen, Sportler ihre Runden im 50-Meter-Becken drehen. Das ist alles so wunderbar, dass der Sommer ewig dauern könnte. Doch am 12. September ist alles schon wieder vorbei - wenn das Bad schließt.

Lars Langenau

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Quelle: sz.sonstige

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Mini-Hofbräuhaus im Englischen Garten

Das Mini-Hofbräuhaus im Nordteil des Englischen Gartens hat mit dem echten Hofbräuhaus am Platzl soviel zu tun wie eine Primaballerina mit Boxhandschuhen. Es gibt dort auch Hofbräu-Bier zu trinken, aber das war's dann mit den Gemeinsamkeiten. Beim Mini-Hofbräuhaus handelt es sich um einen Kiosk mit äußerst gemütlichem Außenbereich. Dort findet man keine japanischen Touristen, sondern echte Einheimische - viele davon mit ihren vierbeinigen Lieblingen. Dafür ist das Mini-HB bekannt: als Treffpunkt für Hundebesitzer, die nach dem Spaziergang im Englischen Garten auf eine Halbe oder mehr einkehren.

Hier trifft man P1-Türsteher, Marktweiber, abgehalfterte Playboys und aufgedrehte Freundinnen. Oftmals wird gefachsimpelt ("Wenn's so heiß wird, bring ich ihn jedes Mal zum Tier-Coiffeur") und geschwärmt ("Meiner ist so g'scheit, der stibitzt sich unauffällig Würstl vom Teller"). Und wer keinen Hund sein eigen nennt, sitzt einfach daneben, amüsiert sich und trinkt glückselig lächelnd sein Bier.

Beate Wild

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Zum Kloster

Quelle: Beate Wild

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Gasthaus "Zum Kloster" in Haidhausen

Man muss ein paar Jahre nicht in München gelebt haben, um wirklich schätzen zu können, was ein Münchner Idyll ist. Sommersonne in den Kirschbäumen, von denen die Früchte überfallartig auf die Tische prasseln, wenn Wind aufkommt; eine von Rot-Grün beruhigte kopfsteingepflasterte Spielstraße, wo jeder, der mit mehr als Schrittgeschwindigkeit übers Pflaster brettert, von letzten echten Haidhausern noch schräg angeschaut wird - und von den echten Haidhausern gibt es nicht mehr viele, aber viele hier.

Draußen beim kühlen Zitronenwasser sitzen, nebenan restaurierte alte Handwerkerhäuschen und eine Hütte, die aussieht wie eine Alpenvereinshütte und noch dazu eine ist, hinten eine Schule und der Namensgeber des Wirtshauses, dieses Ortes, den man als Münchner unbedingt kennen muss: "Zum Kloster".

Stefan Plöchinger

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Zerkarien Feringasee

Quelle: Florian Peljak

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Feringasee

Auch wenn sich ein paar Sensibelchen (siehe Bild 1) jetzt nicht mehr an den Feringasee wegen der sogenannten Saugwurm-Larven trauen, gehört der See bei Unterföhring doch zu meinen Lieblingsplätzen der Stadt. Egal, ob beim Faulenzen auf den grünen Liegewiesen, beim Pantschen im kühlen Nass oder beim gemeinsamen Kicken - ich kenne nicht viele Orte, wo man sich an heißen Sommerwochenenden so angenehm und entspannt von der Arbeitswoche und/oder einer langen Party-Nacht erholen kann. Und wer trotzdem Angst hat: Man muss ja nicht ins Wasser.

Thomas Moßburger

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Aufbau für das Münchner Oktoberfest, 2011

Quelle: Stephan Rumpf

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Bavaria an der Theresienwiese

Wenn Ende September zum Oktoberfest die Menschen auf die Theresienwiese strömen, dann ist die schönste Zeit dort eigentlich längst vorbei. Dann ist zwischen den Massen kein Durchkommen mehr und auf dem Hügel bei der Bavaria riecht es streng.

Jetzt, im Sommer, ist das anders. Jetzt gibt es kaum einen besseren Platz für ein Feierabendbier im Freien. Tag für Tag kann man derzeit die Fortschritte beim Wiesnaufbau verfolgen - und dabei zusehen, wie aus ein paar Holzgerippen langsam das größte Volksfest der Welt wächst. Jenseits des Zauns, den die Stadt bedauerlicherweise um den Wiesnaufbau gezogen hat, ziehen in der Abendsonne Windskater ihre Runden. Und wenn am Himmel mal wieder Gewitter aufziehen: Im Hacker-Festzelt hängt das weiß-blaue Zeltdach längst.

Anna Fischhaber

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Quelle: Stephan Rumpf

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Elisabethmarkt in Schwabing

Frühmorgens an einem sonnigen Sommertag auf dem Elisabethmarkt: Alles, was der Sommer zu bieten hat, findet sich hier in nahezu dekadenter Fülle. Knallgelbe Sonnenblumen strahlen vor den Blumenständen neben pinken Fuchsienbäumchen, violette Lavendelblüten verströmen einen feinherben Duft nach Provence, gleich daneben lässt sich in der Morgensonne passend dazu ein französischer Milchkaffee mit frischem Croissant genießen - und die Obststände bersten geradezu vor saftigen Aprikosen, tiefroten Kirschen und malerisch drapierten Himbeeren.

Hier lässt es sich schlemmen, in der Sonne sitzen oder einfach von Marktstand zu Marktstand schlendern - und das, ohne dabei von Touristenmassen herumgeschubst zu werden. Auf dem Elisabethmarkt sind die Münchner nahezu unter sich. Hier wird der - zugegebener Maßen nicht ganz billige - Einkauf fürs Wochenende erledigt, während die Kleinen auf dem Spielplatz auf der Mitte des Platzes im Sand spielen. Und für alle, die danach immer noch nicht weg wollen, gibt es gleich nebenan einen kleinen Biergarten.

Maria Holzmüller

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Quelle: Claus Schunk

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SZ-Hochhaus in Berg am Laim

Wo die Züge nach Nirgendwo oder ins Depot der S-Bahn fahren, wo Autofahrer schnellstmöglich die Auffahrt auf die A 94 in die Freiheit nehmen, um dann zu merken, dass sie nicht einmal bis Ampfing kommen - dort steht der Ort meiner Sehnsucht.

Das SV-Hochhaus ist ein Platz für Connaisseure der melancholischeren Sorte: Zwischen Speditionen, Bahngleisen und Gnadenhof stapeln sich 27 Stockwerke aufeinander, grazil wie traurig blickt der Turm in die Ferne. Winter wie Sommer umbraust ein kühler Wind das Gebäude - zur Erfrischung der einen, zum Hustenreiz der anderen.

Ein einsamer Hund biegt um die Ecke, der Fahrer winkt freundlich aus seinem Speditionslaster, ein abgerissenes Plakat der Disco Max & Moritz weht die Straße hinunter. Wer braucht schon Anschluss an die Zivilisation, wenn er diese Szenerie bewundern darf?

Johannes Kuhn

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Quelle: SZ

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Prinzregentenbad

Das Wasser ist im "Prinze", wie das Bogenhausener Bad genannt wird, eigentlich Nebensache. Denn das 25-Meter-Becken ist zu klein und zumindest nachmittags auch zu voll, um darin wirklich zu schwimmen. Es wird meist nur genutzt, um einmal unterzutauchen und kurzzeitig der Hitze zu entfliehen. Aber das macht nichts: Die meisten Gäste kommen sowieso nur zum Bräunen beziehungsweise zum Sehen und Gesehenwerden ins "Prinze". Quote der Bikinischönheiten: sehr hoch.

Beate Wild

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Abendstimmung am Gärtnerplatz, 2012

Quelle: Stephan Rumpf

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Gärtnerplatz

Klar gibt es auch Münchner, die den Gärtnerplatz nicht mögen. Ziemlich viele Anwohner sogar rasten regelmäßig aus, wenn spätabendliche Besucher von weit und fern die lauen Sommerabende nutzen, um den gehegten Platz rund um die Büsten der klassizistischen Architekten Leo von Klenzes und Friedrich von Gärtners zu bevölkern.

Das Argument gegen den Gärtnerplatz als Party-Areal lautet: Dort wird sehr lange und heftig gefeiert. Das Argument für den Gärtnerplatz als Party-Areal lautet: Dort wird sehr lange und heftig gefeiert. Immerhin ist mal ordentlich was los in dieser Stadt. Es gibt keinen anderen Ort in München, an dem derart andauernd und ausgiebig so viele junge Menschen ohne weiteren Anlass unter freiem Himmel aufeinandertreffen. Und das in sehr friedlicher Stimmung. Also, liebe Anwohner, zu denen auch ich gehöre: Fenster zu, wenn's stört, und ansonsten: Einfach dazusetzen, ab und an. Funktioniert ja in anderen Städten auch. Nur dass es sich dabei anderswo meist um nicht ganz so pittoreske Orte handelt.

Auch mir ist es, ehrlich gesagt, ein Rätsel, was genau außer der hübschen Kulisse, dem zentralen Ort und dem Ruf als hipper Treffpunkt nun den derart starken Reiz ausmacht, dass sich allwöchentlich Tausende hier bis tief in die Nacht vergnügen. Aber immerhin: Es gibt es ein paar nette Cafés und Bars drumherum, von denen aus sich das rätselhafte Treiben junger Großstädter mit ein bisschen Abstand durchaus genießen lässt. Leben und leben lassen lautet anderswo die Parole. Hier ist man noch dabei, das zu lernen, wenn ältere Anwohner auf jüngere Zugereiste treffen. Ein soziales Experiment inmitten der Weltstadt mit Herz, dessen Ausgang noch offen ist - der Gärtnerplatz aber scheint daran zu wachsen.

Ruth Schneeberger

Olympiapark München

Quelle: Lisa Sonnabend

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Das Reich von Väterchen Timofej

Münchens wohl geheimnisvollster Ort liegt hinter dicken grünen Hecken, am Rande der Tollwood-Wiese im Olympiapark: das Reich von Väterchen Timofej. Der orthodoxe Russe Timofej Wassiljewitsch Prochorow gelangte 1952 auf wundersame Weise hierher. Die Muttergottes sei ihm erschienen und habe ihm den Weg zum Oberwiesenfeld gewiesen, erzählte er. Hier baute der Einsiedler gemeinsam mit seiner Frau zwischen Kriegsschutt Gemüse an, errichtete zwei Wohnhäuser, eine Kapelle und eine Kirche als Zeichen des Friedens zwischen Ost und West. Timofej soll hellseherische Fähigkeiten gehabt haben, viele Münchner - darunter auch Christian Ude - suchten ihn auf und baten um Rat.

Im Sommer 2004 starb Timofej im Alter von angeblich 110 Jahren. Noch heute kann man seinen geheimnisvollen Ort besuchen. Die Legenden, die sich um den Mann mit dem langen, weißen Rauschebart ranken, leben weiter. Zwei Anhänger Timofejs bemühen sich, das Erbe des Hellsehers zu bewahren, sie kümmern sich um die Anlage und berichten Besuchern gerne von der phantastischen Geschichte des Väterchen Timofej. Ein Ort aus einer anderen Zeit.

Lisa Sonnabend

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Das Lucullus in Untergiesing ist ein Grieche mit Biergarten: man kann auf der überdachten Terrasse schön draußen sitzen.

Quelle: Angelika Bardehle

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Restaurant Lucullus in Giesing

Isar? Schöner geht es kaum. Englischer Garten? Ein Traum im Sommer. Biergarten? Geht immer. Aber wo geht man am besten hin, wenn man gut und günstig, ohne viel Drumrum schnell etwas essen will und das am besten draußen?

In Untergiesing ist das "Lucullus" eine gute Möglichkeit, ein griechisches Lokal, wo die Gäste im Sommer in einem kleinen Innenhof neben dem Haus sitzen können. Gyros, Souflaki, Bifteki, Lammschulter oder Fischplatte - die Küche ist unprätentiös, aber gut. Die Portionen sind riesig. Jetzt im August ist der wilde Wein über der Pergola so dicht, dass er sogar einen kleinen Nieselregenschauer abhält.

Außerdem: Kosta ist der beste Kellner der Stadt. Alle Bestellungen merkt er sich, fünf, sechs Tische, jeweils mit mehreren Personen, nichts schreibt er auf. Vielleicht ist er auch deshalb ein so guter Pokerspieler, weil sein Kurzzeitgedächtnis ein Phänomen ist. Leider nur ist Kosta gerade seit gefühlten zehn Wochen im Urlaub und postet jeden Tag Fotos aus Griechenland. Kosta am Pool, Kosta mit Schirmchen-Cocktail, Kosta mit Bikini-Mädchen - das Klischee des Müßiggang pflegenden Griechen. Aber in ein paar Tagen kommt er ganz bestimmt zurück nach München, sagt der Lucullus-Chef.

Oliver Klasen

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Glockenbachwerkstatt in der Blumenstraße, 2004

Quelle: Rumpf

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Glockenbachwerkstatt im Gärtnerplatzviertel

Nur Minuten vom immer lauten Marienplatz entfernt liegt der Biergarten der Glockenbachwerkstatt. Wobei es Biergarten nicht ganz trifft, komme ich doch besonders gerne wegen der großzügig eingeschenkten, grandios erfrischenden Weinschorlen hierhin.

Kein Schnäppchen, aber der prickelnde Ausklang jedes warmen Sommertages. Unter den grünen Büschen im Innenhof summen die Gespräche, mit der kühlen Abendluft setzt auch drinnen oft eine Live-Band ein. Entspanntes Personal, entspannte Gäste. Ein wunderbarer Ort, ein Lieblingsort.

Jakob Schulz

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Quelle: sz.lokales

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Königsplatz

In der Mitte die Propyläen, rechts die Glyptothek, links die Antikensammlung: Inmitten all dem Pomp ist der Königsplatz einer der besten Orte Münchens, um entspannt in der Sonne zu sitzen. Sicher, der englische Garten ist grüner. Aber hier versperrt immerhin keine Touristenmeute die Sicht auf die ionischen Säulen der Glyptothek in der Abendsonne. Auch die Chance von Bällen, Frisbees oder nach Frisbees springenden Hunden getroffen zu werden, ist deutlich geringer.

Wer es trotzdem lieber laut und dicht gedrängt mag, wartet einfach auf das nächste Konzert am Königsplatz. Vielleicht darf sogar Paul Kalkbrenner nochmal kommen, auch wenn er letztes Mal halb München mit seinen Technoklängen aus dem Abendschlaf riss.

Niklas Nau

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Sonnenbaden an der Isar

Quelle: dpa

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Isar bei St. Emmeram

Man muss nicht der Isarindianer Willy Michl sein, um diesen Fluss zu lieben. Das glasklare Wasser, das sanft von den Alpen kommend in Richtung Norden davonplätschert, übt auf viele Münchner geradezu eine hypnotische, zumindest aber beruhigende Wirkung aus. Und während sich an den Isarufern der Innenstadt, an der Reichenbachbrücke oder am Flaucher die Bewohner dieser Stadt schon fast um ein schönes Plätzchen schlagen müssen, ist es im Norden wesentlich ruhiger und friedlicher.

Freilich, in dem Abschnitt zwischen Oberföhringer Stauwehr und St. Emmeramsbrücke treffen sich auch einige Cliquen zum Grillen und gehen Daddys mit ihren Kids ein bisschen planschen, aber es ist wesentlich entspannter als im Zentrum der Stadt.

Beate Wild

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Quelle: lkn

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Schlosswirtschaft Oberschleißheim

Toller Blick auf das Schloss und ganz wichtig: Immer freie Sitzplätze unter den alten Kastanien. Und mit Sitzplätze meine ich einen echten Platz zum sitzen, nicht eine kleine Lücke, in den man seinen Hintern tetrismäßig gerade noch einpassen kann. 

Man sitzt dort mit ein paar Fahrradausflüglern aus dem Münchner Norden, Besuchern der Außenstellen des Deutschen Museums in der Flugwerft Oberschleißheim, und einer Menge Leute aus dem Ort. Insgesamt nicht sehr fancy, aber authentisch - und darum geht's ja bei einem Biergarten. Die Maß kostet hier noch sensationelle 6,80 Euro.

Sebastian Strube

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Quelle: SZ

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Kronepark in Giesing

Mein Lieblingsplatz ist der Kronepark. Als einer der schönsten und größten Spielplätze in Giesing und Umgebung hat er auch für ganz kleine Kinder was zu bieten, zum Beispiel eine Korbschaukel und eine Rutsche, zu der statt einer Leiter eine Treppe führt. Das Highlight für alle vom Baby bis zum Schulkind ist aber die Wasserpumpe. An heißen Tagen pumpen die Kleinen so fleißig, dass im Sand ein regelrechtes Flussdelta entsteht, in das sie sich dann wieder hocherfreut reinwerfen. Eltern mögen die Wasserpumpe, um mitgebrachtes Obst zu waschen, Getränkeflaschen aufzufüllen und am Ende des Tages ihren Nachwuchs zumindest grob zu reinigen. Weitere Vorteile des Kroneparks: keine Straße weit und breit, statt dessen Rasenflächen, die zum Picknicken einladen. Und wer was anderes als Wasser trinken möchte oder auf die Toilette muss, ist in wenigen Gehminuten am Nockherberg-Biergarten.

Barbara Vorsamer

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Quelle: ag.dpa

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Die Autobahn nach Stuttgart

Wer Stuttgart Böses will, der sagt, das Schönste an der Schwabenmetropole ist die Autobahn nach München. Das ist natürlich falsch, weil Stuttgart neben einem Hauptbahnhof noch viele weitere schöne Ecken hat, die ein Münchner gar nicht kennen kann. (Man denke nur an den Rotenberg, das Mineralbad Leuze, die Wilhelma, den Schlossplatz ....) Die A8 ist aber trotzdem schön - und ganz besonders sehens- und befahrenswert ist sie dort, wo sie von München nach Stuttgart führt.

Bevor jetzt wieder die Sprizz-Trinker vom Gärtnerplatz aufschreien: Nein, das ist nicht als versteckte München-Kritik zu verstehen. Gerade der Blick auf Sehenswürdigkeiten wie die Schwabinger Highlight Towers, das Hochhaus Uptown München oder die Allianz-Arena macht die Fahrt so schön. Und seitdem vor fast zwei Jahren der Autobahnausbau zwischen Sulzemoos und Augsburg abgeschlossen wurde, ist man als staugeplagter Wochenendpendler eine Sorge los. Sechs Spuren, keine Geschwindigkeitsbegrenzung, freie Fahrt für freie Schwaben - zumindest bis Augsburg, wo dann der neue Baustellen-Horror beginnt. Aber irgendwann wird auch der beendet sein. Und die Autobahn wird als ein die Völker in 75 Minuten verbindendes Element in die Geschichte eingehen. Zumindest bis der nächste Spieler des VfB Stuttgart die A8 nutzt, um zum FC Bayern zu wechseln.

Tobias Dorfer

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