Orhan Pamuk in München:Der malende Literaturnobelpreisträger

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"Das Malen ist so, wie wenn ich dusche und dabei singe", erklärt Autor Orhan Pamuk. (Foto: Robert Haas)

Als Schriftsteller kennt das breite Publikum Orhan Pamuk längst. Dass er weit mehr Talente hat, verrät ein Abend in der Allerheiligen-Hofkirche. Und demnächst eine Ausstellung im Münchner Lenbachhaus.

Von Jürgen Moises

Was unterscheidet die Literatur von der Malerei? Was das Schreiben vom Malen? Bei einem Abend mit dem türkischen Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk, der wegen großer Nachfrage anstatt im Münchner Literaturhaus in der Allerheiligen-Hofkirche stattfand, war das die zentrale Frage. Eine, die immer wiederkehrte, immer neu formuliert und mit den verschiedensten Facetten. Mal in theoretischen Exkursen zu Horaz, Gotthold Ephraim Lessing oder Walter Benjamin, dann aber auch in sehr alltagsnahen Bildern. Die alltagsnahe Variante? "Das Malen ist so, wie wenn ich dusche und dabei singe. Und das Schreiben so, wie wenn ich Schach spiele", erzählte der türkische Schriftsteller. Oder anders gesagt: Beim Malen ist Orhan Pamuk glücklich, beim Schreiben stark fokussiert.

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