Lebensmittelwertschätzung„Ich würde gern mal eine Palette geretteter Mangos vor das Rathaus fahren“

Lesezeit: 4 Min.

Harry Gruber hat vor fünf Jahren den Verein „Grüne Tomate Food Rescue" gegründet.
Harry Gruber hat vor fünf Jahren den Verein „Grüne Tomate Food Rescue" gegründet.
Robert Haas

Harry Gruber kann verstehen, warum Lebensmittel weggeworfen werden, aber akzeptieren kann er die Verschwendung nicht. Wie der Koch Obst und Gemüse rettet und warum er für mehr Wertschätzung von Essen kämpft.

Interview von Jacqueline Lang

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Mit Lebensmitteln hat Harry Gruber schon sein halbes Leben zu tun. 35 Jahre lang arbeitete er als Koch in Häusern wie dem Bachmaier Hofbräu oder dem Michaeligarten – bevor er schließlich 2021 im Alleingang den gemeinnützigen Verein „Grüne Tomate Food Rescue“ gründete. Mittlerweile hat der 59-Jährige, der nicht nur zahlreiche Tattoos an Armen und Hals hat, sondern auch das Wort „Smiley“ im Gesicht, dieser Arbeit sein komplettes Leben verschrieben: Er kocht fast täglich mit geretteten Lebensmitteln, liefert sie auch aus, betreibt Aufklärung und sitzt am Runden Tisch gegen Lebensmittelverschwendung, den das Münchner Referat für Klima- und Umweltschutz initiiert hat. Nach fünf Jahren blickt Gruber kritisch auf das Erreichte – und eine Gesellschaft, der er nur schwer begreiflich machen kann, worum es ihm geht.

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SZ PlusVon Sonja Salzburger (Text) und Stephan Rumpf (Fotos)

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