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Lebensmittel:Wie eine Branche ihre Kunden täuscht

Putenmastbetrieb in Schwaben, 2019

Wenn Kunden wüssten, wie viel Antibiotika zum Beispiel im Putenfleisch stecken, würden sie anders einkaufen, davon ist Schickling überzeugt.

(Foto: Florian Peljak)

Die Journalistin Katarina Schickling untersucht, wie die Nahrungsmittelindustrie die Verbraucher in die Irre führt. Über italienische Tomaten aus China, was Tierhaltung im "Außenklima" bedeutet und warum sie selbst am liebsten auf dem Bauernmarkt einkauft.

Von Martina Scherf

Zielsicher steuert Katarina Schickling auf das Regal mit den Milchprodukten zu. "Aus Bayern" steht da in Augenhöhe auf weiß-blauen Rauten. Sieht aus wie ein Gütesiegel, klingt regional, weckt Vertrauen: Joghurt aus bayerischer Milch. "Stimmt aber nicht", sagt Katarina Schickling und tritt einen Schritt zurück. Die Molkerei Weihenstephan, die die Raute auf ihre Preisschilder druckt, gehört längst zum Müller-Milch-Konzern. "Der kauft in ganz Deutschland ein, und die Kirschen im Joghurt, die stammen ziemlich sicher aus China."

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