Die angehenden Landwirte waren sich einig, dass das Verständnis für die Bauern fehle. "Wir werden nur noch beschimpft und sind an allem schuld. Egal, ob es um die Nitratbelastung des Grundwassers geht oder um Spritzmittel und den Rückgang der Artenvielfalt", so Eisenrieder. Zwar würden einige Verbraucher bewusst regionale Produkte einkaufen, räumten die Studenten ein. Aber die Mehrheit schimpfe nur auf die Landwirtschaft: "Der Verbraucher fordert weniger Pestizide, größere Ställe und dass es den Viechern gut geht." Aber dann seien ihm am Ende die so erzeugten Lebensmittel zu teuer und er kaufe beim Discounter die Produkte von Erzeugern aus dem Ausland. Mit den hohen Ansprüchen und strengen Vorschriften seien deutsche Bauern auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig.

Bild: dpa 22. Oktober 2019, 19:342019-10-22 19:34:10 © SZ.de/pvn