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Mittlerer Ring:Auto brennt im Tunnel und löst Verkehrschaos aus

Autobrand im Tunnel an der Landshuter Allee in München

Das brennende Auto brachte der Fahrer auf dem Seitenstreifen zum Stehen, dort wurde es von der Feuerwehr gelöscht.

(Foto: dpa)
  • Gegen 7.45 Uhr geht im Tunnel an der Landshuter Allee ein Auto in Flammen auf.
  • Der Brand ist nach etwa einer Stunde gelöscht, doch die Tunnelsperrung zieht kilometerlange Staus vor allem auf dem Mittleren Ring nach sich.
  • Gegen neun Uhr wird die Röhre Richtung Süden wieder freigeben, die andere erst am Mittag, nachdem Experten des städtischen Baureferats keine größeren Schäden festgestellt hatten.
  • Verletzt wurde niemand.

Ein brennendes Auto hat am Dienstag ein Verkehrschaos in großen Teilen der Stadt verursacht. Weil das Feuer im Tunnel an der Landshuter Allee ausbrach, wurde dieser in einer Richtung für fast vier Stunden gesperrt. Das zog auf dem Mittleren Ring kilometerlange Staus nach sich und darüber hinaus auch erhebliche Verkehrsbehinderungen auf den Straßen in München.

Nach Angaben der Feuerwehr geriet in der Tunnelröhre Richtung Norden gegen 7.45 Uhr ein Kombi in Brand. Der Fahrer, laut Polizei ein 54-Jähriger aus dem Landkreis Starnberg, stellte den Wagen rechts auf dem Seitenstreifen ab und verließ ihn rasch; er wurde nicht verletzt. Die Besatzung eines zufällig vorbeifahrenden Krankentransporters bemerkte den Rauch und alarmierte die Feuerwehr, wie diese mitteilte. Als deren erster Löschzug eintraf, stand das Auto bereits voll in Flammen, beide Tunnelröhren waren verqualmt. Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr darin.

Nach etwa einer Stunde meldete die Feuerwehr, dass der Brand gelöscht sei. Mit einem großen Ventilator blies sie frische Luft in den Tunnel. Dieser war zeitweilig in beiden Richtungen nicht mehr befahrbar.

Daraufhin bildeten sich auf dem westlichen Teil des Mittleren Rings zwei kilometerlange Staus: Sie reichten im Süden über den Luise-Kiesselbach-Platz hinaus bis zur Isar, im Norden bis hinter den Olympiapark. Gegen 9.15 Uhr wurde die Sperrung der Röhre, die in Richtung Süden führt, wieder aufgehoben. Es dauerte allerdings noch fast drei Stunden, bis auch in Richtung Norden wieder Autos fahren konnten. Erst wurde das Autowrack abgeschleppt, dann prüften Experten des städtischen Baureferats, inwieweit der Tunnelbau, seine Technik im Inneren oder die Straße in Mitleidenschaft gezogen worden waren.

Ernstere Schäden fanden sie offenbar keine, daraufhin gaben sie die Röhre gegen Mittag wieder frei. Nach Angaben der Feuerwehr, die zwischenzeitlich mit etwa 50 Mann im Einsatz war, fielen wegen der Hitze einige Fliesen von der Wand, gelockerte wurden entfernt. Warum genau das Diesel-Auto in Flammen aufging, ist noch unklar. Die Polizei vermutet einen technischen Defekt.

Die Landshuter Allee gehört zu den am meisten befahrenen Straßen in München. Auf diesem Abschnitt des Mittleren Rings kommen täglich zwischen 111 000 und 142 000 Autos vorbei, so die bislang jüngsten Erhebungen der Stadt aus dem Jahr 2016.

Bis zum Jahr 2030 soll der Verkehr dort nach offiziellen Prognosen um ein Viertel zunehmen, das wären dann im Schnitt um die 150 000 Autos am Tag. Die Stadt überlegt seit Längerem, den Tunnel zu verlängern, um die Anwohner zu entlasten. Die Landshuter Allee ist eine der mit Abgasen am meisten belasteten Straßen in Deutschland.

© SZ.de/mmo
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