Süddeutsche Zeitung

Bauarbeiten für Stammstrecke:Laimer Tunnel wird gesperrt

  • Der Laimer Tunnel wird in der Nacht auf den 20. September für drei Monate gesperrt.
  • Autoverkehr und Busse werden umgeleitet, Fußgänger und Radler können die Unterführung weiter nutzen.
  • Grund für die Sperrung sind Bauarbeiten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke.

Angekündigt war sie schon lange, in der Nacht auf den 20. September wird es nun Ernst mit der Sperrung der Laimer Unterführung. Der letzte Bus fährt um ein Uhr durch die Röhre, bis zum 20. Dezember werden die Busse und der Autoverkehr dann drei Monate lang umgeleitet. Grund sind die Bauarbeiten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke.

Zunächst wird auf der nördlichen Seite die Unterführung um rund 30 Meter verkürzt. Diese Arbeiten dauern rund sieben Wochen, im Anschluss daran erneuert die Stadt die Beleuchtungsanlagen im bestehenden Bauwerk. Für den Verkehr haben die Bauarbeiten weitreichende Folgen, Staus sind zu erwarten. Damit wenigstens die Busse auf der Friedenheimer Brücke vorwärts kommen, hat die Stadt die dortigen Parkplätze gestrichen und eine Busspur eingerichtet.

Die Umleitungen gestalten sich folgendermaßen: Die Metrobuslinie 51 und die Nachtbuslinie N 78 werden während der Bauzeit über die Friedenheimer Brücke umgeleitet. Die Linie 151 wird geteilt und endet nördlich und südlich des Laimer Bahnhofs, der 168er endet südlich der Station. Die Station Nymphenburg Süd ist stattdessen aus Richtung Romanplatz mit dem 151er zu erreichen. Auch der Baustellenverkehr muss umgeleitet werden: Die Zufahrt zum westlichen Bauabschnitt erfolgt über die Margarethe-Danzi-Straße.

Fußgänger und Radfahrer werden weiterhin die Unterführung passieren können, auch wenn es im Durchgang zeitweise etwa enger zugehen wird. Die S-Bahnstation Laim bleibt von Norden und Süden zugänglich. Am Laimer Bahnhof baut die Bahn einen Umsteigepunkt zwischen der ersten und der künftigen zweiten Stammstrecke. Dazu entsteht ein neues Gleis im Norden der Station. Beim Umsteigen zwischen den Stammstrecken sollen die Fahrgäste nur ein paar Meter gehen müssen. Je Richtung halten dann die Züge am selben Bahnsteig. Östlich des Bahnsteigs werden die Gleise der beiden Stammstrecken jeweils wieder zusammengeführt. Die Gleise von Stammstrecke zwei werden dazu über die von Strecke eins geleitet, dazu ist eine neue Brücke nötig.

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Quelle:
SZ vom 19.09.2019 / schub/kaal
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