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Laim:Fliegerbomben entpuppen sich als Metallschrott

In Laim hätten am kommenden Sonntag zwei Fliegerbomben entschärft werden sollen. Die verdächtigen Objekte entpuppen sich als Hydranten und Wasserrohr.

Zwei mutmaßliche Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg haben sich lediglich als Metallschrott entpuppt. Die Feuerwehr meldete dies über Twitter. Damit ist die für Sonntag ins Auge gefasste Entschärfung abgeblasen. Die Gegenstände waren bei Bauarbeiten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München gefunden worden.

Die verdächtigen Objekte entpuppten sich als ein alter Hydrant und ein altes Wasserrohr. Sie ähneln in Form und Größe einer Fliegerbombe. Die Großbaustelle für die zweite S-Bahnstammstrecke wird regelmäßig auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Die beiden Metallgegenstände wurden bei Sondierungsarbeiten in zwei Metern Tiefe entdeckt. Sie befanden sich zehn Meter voneinander entfernt im Gleisbereich auf Höhe der Laimer Unterführung.

Für die geplante Entschärfung am Sonntag hätten 2500 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen, davon etwa 300 Seniorinnen und Senioren und auch ein Wohnheim, in dem 20 Menschen mit Behinderung leben.

Die Olympiahalle hätte im Falle einer Evakuierung beispielsweis als Betreuungsstelle dienen sollen, um möglichst große Abstandsmöglichkeiten zu gewährleisten. Für erkrankte Personen, die sich aktuell in Quarantäne befinden, wäre eine zusätzliche Stelle eingerichtet worden. Hygienefachkräfte und weitere Vorsorgemaßnahmen stünden in einem solchen Fall zusätzlich unterstützend zur Verfügung. Die Pläne, die in den vergangenen Tagen für dieses Szenario entwickelt wurden, landen deshalb auch nicht im Papierkorb. Sie können, wenn auch in abgewandelter Form, jederzeit aus der Schublade gezogen werden, so die Feuerwehr abschließend.

© SZ.de/dpa/tah/tah/fued
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