München-LabelSo macht München Geschäfte mit der Stadt

Früher gab es nur die München-Schneekugel, heute ist das Angebot viel diversifizierter.

Von Christiane Lutz

Wer zeigen möchte, wie gern er aus München oder Bayern kommt, aber keine Lust auf muffige Lederhosn und billige Touri-Shirts hat, der greift zu münchnerischen Shirts, Hoodies, Käppies, wie sie seit einigen Jahren auch in cool von jungen Labels angeboten werden: das "Maßt have"-Shirt mit Maßkrugbild, das "Strangers call it Karlsplatz"-Shirt, das besondere Ortskenntnis demonstriert. Die Labels heißen "Buadep", "Suck my shirt" oder "Bavarian Couture" (Foto), hinter ihnen stecken meist junge Menschen, die selbstbewusst mit der Liebe zu ihrer Stadt umgehen. Mode drückt Zugehörigkeit aus - und Abgrenzung. Abgrenzung von denen, die eben nicht wissen, dass man in München zum Karlsplatz Stachus sagt. Um die Münchner Skyline, die bekanntlich nur aus Frauenkirche und Alpen besteht, wirklich auf dem Pulli spazieren zu tragen, dafür muss man schon ein sehr großer München-Enthusiast sein.

21. August 2017, 07:042017-08-21 07:04:12 © SZ vom 21.08.17/bhi