Kreisverwaltungsreferat:Behörde will "Charme-Offensive" starten

Auf maue 2,4 Sterne kommt das Bürgerbüro des Kreisverwaltungsreferats (KVR) in der Ruppertstraße bei den Google-Bewertungen im Netz. Generell könnte das Image der Behörde, mit der die Münchnerinnen und Münchner so oft zu tun haben, besser sein - das hat sich die Stadtratsfraktion FDP/Bayernpartei gedacht und beantragt, dass das KVR eine "Charme-Offensive" startet, nach dem Motto "Loben erlaubt". Denn es liege "in der menschlichen Natur, vorrangig eine Bewertung über ein Produkt oder eine Dienstleistung abzugeben, wenn man sich geärgert hat oder unzufrieden war". Bei positiven Erlebnissen hingegen gelte: "Ned gschimpft ist globt gnua!"

Der Vorschlag gefällt Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle. Er kündigt an, dass auf den digitalen Stelen in den Wartezonen des Bürgerbüros künftig ein QR-Code eingeblendet werden soll, der auf ein Kontaktformular des Feedback-Managements weiterleitet. Zusätzlich sollen die Mitarbeiter den Kunden Postkarten mit ebensolchen QR-Codes aushändigen. Im Zuge der "Charme-Offensive" wolle man die Besucher zudem auf den Facebook-Auftritt des KVR aufmerksam machen. Dort können Kunden auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten mit der Behörde in Kontakt treten. Nun sollen an allen Ausgangstüren Sticker der Social-Media-Plattform angebracht werden. Diese Aufkleber, so Böhle, "sind den meisten Bürgerinnen bekannt aus Restaurants und Geschäften und transportieren eine positive Nachricht (Gefällt mir)".

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