Spätestens seit Hollywood die „Monuments Men“ mit Georg Clooney an der Spitze auf die Spur von NS-Kunsträubern geschickt hat, wissen auch Nicht-Kunsthistoriker, was es mit der Provenienz von Kunstwerken auf sich hat. Auch der „Fall Gurlitt“ in München, der unter dem Stichwort „Schwabinger Kunstfund“ für Schlagzeilen sorgte, verschaffte dem Thema Aufmerksamkeit in der breiten Öffentlichkeit. Damals, im Frühjahr 2012, waren in den Wohnungen des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt fast 1300 Kunstwerke aus dem Nachlass seines Vaters, des während der NS-Zeit tätigen Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, entdeckt und beschlagnahmt worden.
ProvenienzforschungDer Kandinsky, der ein Münter war
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Agnes Thum vom Auktionshaus Ketterer in München hat Bildern des großen Expressionisten nachgeforscht. Dabei ist sie nicht nur auf ein Gemälde gestoßen, das lange Zeit der falschen Person zugeschrieben worden ist.
Von Evelyn Vogel
