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Lockerungen in München:Welche Stücke an Theatern, Opern und Livebühnen gespielt werden

Münchner Kammerspiele, 2018

Auf ein volles Haus wie hier 2015 in den Kammerspielen wird man noch warten müssen.

(Foto: Stephan Rumpf)

Der Inzidenzwert in München bleibt unter 100 - das bedeutet auch, dass Theater, Oper und Philharmoniker wieder vor Publikum auftreten dürfen.

Von Rita Argauer, Egbert Tholl und Oliver Hochkeppel

Theater

Das Residenztheater zeigt die Premieren zweier Produktionen: "Hamlet" in der Inszenierung von Robert Borgmann am 13. Mai, die zweite Vorstellung ist am 16. Mai. Die zweite Premiere eröffnet am 15. Mai den Marstall wieder: Hausregisseurin Julia Hölscher inszeniert die Uraufführung von "Teile (Hartes Brot)" von Anja Hilling. In den Marstall sollen etwa 70, ins Residenztheater etwa 200 Zuschauer zugelassen sein; das Publikum muss einen aktuellen Test mitbringen. Maske ist eh Pflicht, klar; ob es eine Pausengastronomie geben wird, klärt sich in den kommenden Tagen.

Das Volkstheater indes plant hoffnungsfroh durch und will am Dienstag, 11. Mai, seinen Spielplan bis zum Ende der Saison veröffentlichen. Diese endet ohnehin früher, am 20. Juni, wegen des Umzugs des Theaters in sein neues Haus. Los geht es am Freitag, 14. Mai, mit einem Kinoabend - gezeigt wird die Webserie "Spielzeit". Tags darauf beginnt mit "Der Bau" das "normale" Theaterleben: Zwei Premieren gibt es noch: Am 20. Mai Werner Schwabs "Übergewicht, unwichtig: Unform" und am 28. Mai "Macbeth". Das Volkstheater rechnet mit 130 bis 150 Zuschauern; am besten kommt man mit gültigem Test.

Die Münchner Kammerspiele planen erst im Juni analoge Premieren. Allerdings werde noch ausgelotet, ob im laufenden Monat kleinere Projekte wie die Videoinstallation "The Shire", das Hörspiel "Unsichtbar" sowie "Money makes me cry" von Jan Bosse vor Publikum gezeigt werden.

Oper und Ballett

Die Bayerische Staatsoper eröffnet den Spielbetrieb vor Zuschauern am 13. und 16. Mai mit der konzertanten Aufführung des ersten Akts von Wagners "Walküre". Weiter ist geplant, Franz Lehárs "Schön ist die Welt", das in einer szenischen Einrichtung im Stream bereits gezeigt wurde, in zwei Aufführungen am 22. und 24. Mai live zu zeigen. Die Premiere von Aribert Reimanns "Lear" ist für den 23. Mai geplant. Das Bayerische Staatsballett wird vom 19. Mai an den Dreiteiler "Paradigma" in drei Vorstellungen zeigen. Es folgt am 29. und 31. Mai Andrey Kaydanovskiys "Der Schneesturm". Staatsoper und -ballett greifen auf das Hygienekonzept des vergangenen Herbstes zurück und erweitern es um aktuelle Vorschriften. In den Verkauf gehen ein Drittel der verfügbaren Plätze. Der Kartenverkauf für die "Walküre" beginnt am 11. Mai um 10 Uhr. Vom 17. Mai an gibt es einen wöchentlichen Turnus.

Klassik

Die Münchner Philharmoniker vermessen gerade die Philharmonie und planen mit deutlich mehr als 600 Besuchern. Genauer: "So viel wie geht." Das erste Konzert vor Publikum wird am 21. Mai Valery Gergiev dirigieren mit Werken von Schubert und Schumann, gespielt werden soll dann kontinuierlich bis zum Saisonende. Kommende Woche wird auf dem Platz vor dem Carl-Orff-Saal ein Testzentrum eingerichtet werden, aber besser ist, man bringt den Test schon mit. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks plant die ersten Konzerte mit Publikum für Anfang Juni mit Andris Nelsons und Baiba Skride.

Livebühnen, Kabarett

Bei den Livebühnen überwiegt die Skepsis - wegen der Unsicherheit der Inzidenzentwicklung, des hohen Aufwands durch die Auflagen, des Minusgeschäfts bei minimalen Einlassmöglichkeiten und des Problems, auf die Schnelle all die abgesagten Künstler wieder zu reaktivieren. Die Drehleier will erst im Herbst wieder regulär öffnen. Mit frühestens Ende Mai, Anfang Juni planen die meisten anderen. Etwa das Muffatwerk und das Fraunhofer Theater. "Und dann kommt auch schon die Open-Air-Saison", sagt Martin Jonas vom Fraunhofer. Darauf hatte Till Hofmann mit seinem "Flying Circus" gesetzt. Leider wurde dieser Bereich bei den Regelungen vergessen. Nun nachgebessert darf das Lustpielhaus-Team am 21. Mai im Innenhof des Deutschen Museums loslegen. In der komfortabelsten Situation ist der Jazzclub Unterfahrt: Zu den vier Livestreams pro Woche ist ohne großen Aufwand eine beschränkte Zuschauerzahl zugelassen: voraussichtlich vom 18. Mai an. Länger warten will Thomas Vogler mit seiner Jazzbar Vogler, weil Gastronomie nicht erlaubt ist: "Das ist ja bei einer Bar etwas schizophren", sagt er.

© SZ vom 11.05.2021/arga, etho, oho/vewo, van
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