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München heute:Club-Angestellte über die Corona-Krise / Münchens längstes Open-Air

Licht, Ton, Sicherheit: Für ein Konzert arbeiten viele Menschen. Seit Corona haben sie nicht mehr viel zu tun.

(Foto: Imago stock&people)

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Von Michael Bremmer

Konzerte und Club-Abende wurden zu Beginn der Corona-Krise mit als Erstes abgesagt. Und während die Gastronomie wieder halbwegs normal läuft, wird es noch eine Zeit lang dauern, bis man in München Bands wieder genauso live erleben kann wie vor der Pandemie. Gibt man bei Facebook #ohneunsistsstill ein, findet man viele Menschen, die von dieser Zwangspause betroffen sind. Es sind nicht nur die Musiker, die derzeit keine Konzerte spielen können und mit ihrer Musik die Zuhörer unterhalten. Es sind die Menschen, ohne die es keine Konzerte geben würde: Veranstalter, Tontechniker, Lichttechniker, Produktionsleiter und einige mehr.

Es soll aber nicht still werden. Das will keiner. Deswegen lassen wir sechs Frauen und Männer zu Wort kommen, die in München Konzerte erst möglich machen. Nein, sie jammern nicht, auch wenn die Situation für sie gerade wirklich dramatisch ist. Man spürt die Solidarität, die in der Konzertbranche herrscht. Gerade jetzt in der Krise helfe man sich untereinander, sagt etwa Veranstalterin Niko Strnad. Und "jeder freut sich für den anderen", wenn jemand einen Auftrag erhält. Produktionsleiter Andreas Zeh vermisst aktuell "die Zusammenarbeit", den "besonderen Umgang miteinander" in der Musikbranche: "Jeder ist wichtig, damit das Konzert zum Erfolg wird." In den Porträts spürt man aber auch die Liebe der Akteure zu ihrem Beruf. "Musik gehört zum Alltag", sagt etwa Sebastiano Russo, der bei Konzerten für den Bühnenaufbau zuständig ist. Momentan spüre er "eine schmerzhafte Unvollständigkeit". Lichttechniker Yves Sauder fehlt aktuell, dass die Konzertbesucher "Spaß haben können und für die paar Stunden den Alltag vergessen".

Jetzt im Sommer werden wieder einige Konzerte umgesetzt, im Freien und bei weitem nicht mit so vielen Zuhörern, wie man es vor der Pandemie gewohnt war. "Es passiert wieder ein bisschen was", sagt auch Andreas Zeh, "aber wir dürfen uns nichts vormachen: Es wird noch ziemlich lang dauern, bis es wieder normal ist."

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