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Verbrechen:Das Doppelleben des Johann E.

Johann Eichhorn, Schmid von Aubing

Johann Eichhorn: "Scharf und fähig, ein Mädchen zu überfallen, war ich eigentlich immer."

(Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv/oh)

Er galt als treu sorgender Familienvater. Doch zwischen 1928 und 1939 vergewaltigte Johann Eichhorn erst seine Schwestern, dann etwa 90 Frauen, von denen er fünf auf grausame Weise tötete.

Von Ellen Draxel

Die Luft hat sich nur mäßig erwärmt an diesem Dienstagabend. Aber es ist Sommer, der 31. August 1937 - und so radelt Rosa E. mit wehendem Rock in flottem Tempo von der Arbeit in Richtung Puchheim nach Hause. Sie verdient sich ihren Lebensunterhalt als Näherin in München, die Staatsstraße von Germering nach Puchheim kennt sie wie ihre Westentasche. Weil es schon dunkel wird, passieren die vorbeifahrenden Autos die 25-Jährige mit Licht.

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