In der Innenstadt und im NordenEin halbes Dutzend katholischer Kirchengebäude beschmiert

Unter anderem Ziel der Attacken: die Theatinerkirche am Odeonsplatz (Archivfoto).
Unter anderem Ziel der Attacken: die Theatinerkirche am Odeonsplatz (Archivfoto). (Foto: Imago/G. Lenz)

Eine 29-Jährige soll gleich mehrere Münchner Kirchen beschmiert haben – darunter mit Schriftzügen zu den Missbrauchsskandalen.

Von Joachim Mölter

Eine 29 Jahre alte Münchnerin steht im Verdacht, zu Wochenbeginn womöglich ein halbes Dutzend Gebäude der katholischen Kirche in der Stadt beschmiert zu haben, darunter die Frauenkirche, den Sitz des Erzbischofs von München und Freising. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, habe ein Zeuge in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen 1.30 Uhr gemeldet, dass eine Frau die Türe der Theatinerkirche am Odeonsplatz sowie Straßenlaternen mit weißer Farbe beschmiere. Eine zum Einsatzort geschickte Streife traf auf die Frau und zeigte sie wegen Sachbeschädigung an.

Im Laufe des Montagmorgens gingen dann weitere Mitteilungen über ähnliche Vorfälle ein. Wie sich herausstellte, waren in der Innenstadt noch drei Kirchenhäuser auf ähnliche Weise verunstaltet worden: die Frauenkirche, die Ludwigskirche und die Jesuitenkirche St. Michael. Auch zwei Einrichtungen im Harthof waren betroffen, das Dominikuszentrum sowie das Gemeindezentrum St. Gertrud. Dabei waren auch Schriftzüge zu lesen, die sich auf die Missbrauchsskandale der katholischen Kirche beziehen lassen.

Das für religiös motivierte Kriminalität zuständige Fachdezernat 4 der Münchner Kripo hat die Ermittlungen übernommen. Es prüft, ob die am Odeonsplatz angezeigte Frau auch für die anderen Taten infrage kommt. Bislang war die 29-Jährige der Polizei nicht bekannt.

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