Jugendkriminalität in München:Männlich, jung, gewalttätig? Wie Jugendliche unter dem Schläger-Image leiden

Jugendkriminalität in München: Prügeleien, Messerstechereien - bis hin zum Mord unter Jugendlichen: Damit muss sich die Polizei in München immer häufiger beschäftigen.

Prügeleien, Messerstechereien - bis hin zum Mord unter Jugendlichen: Damit muss sich die Polizei in München immer häufiger beschäftigen.

(Foto: Imago)

Etwa 1300 angezeigte Gewalttaten pro Jahr gehen von Minderjährigen aus. Doch viele fühlen sich zu Unrecht in eine Ecke gestellt. Mal direkt nachgefragt: Was ist da los, Digga?

Von Max Fluder

Es geht um Riemen, Schlösser und Dichtungen. Um Notausgangsschilder, Holzverkleidungen und Epoxidharztische. Wer den drei Jugendlichen zuhört, während sie hier im Werkraum eines Jugendzentrums im Münchner Westen vor sich hin planen, der denkt, er höre typischen Baumarktbesuchern zu. Auf den kleinen Hockern sitzen aber keine wohlhabenden Mittvierziger. Hier sitzen Fausi, 15 Jahre alt, Hakim, 17, und Abi, 18. Und gemeinsam bauen die drei eine Hütte im Garten des Jugendtreffs in Neuhausen, großteils in Eigenregie. Bald sollen sie ihren Bau nutzen dürfen, ganz frei. Zum Abhängen, zum Chillen; die Jugendlichen haben viele Begriffe dafür. Einen Ort, den sie in München sonst nicht haben - oder sich nicht leisten können.

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