Das Blaue Eck trägt seinen Namen zu Recht; wer hier sitzt, wer von hier weggeht, ist mit Sicherheit blau. Wer könnte dieses spezielle Alkohol- und Gefühlsgemisch melancholischer Boazn besser beschreiben als Friedrich Ani? "Jeder Mann, jede Frau, jedes Geschöpf in diesem Universum aus verbrauchter Luft und zerknüllten Träumen verbarg sein Alleinsein mit größtmöglicher Hingabe", schreibt er in seinem neuen Kriminalroman. "Insgeheim schämten sie sich für ihre Einsamkeit mehr als für abgetretene Schuhe und ungeschnittene Fingernägel, Löcher im Pullover, das Zittern der Hand beim Heben des Glases."
Krimifestival mit Friedrich Ani:Mord an bekanntem Ort
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Friedrich Anis neuer Kriminalroman "Lichtjahre im Dunkel" würdigt einmal mehr die Verlorenen in den Kneipen Giesings. Das 20. Internationale Krimifestival München, das mit seiner Lesung beginnt, setzt auch sonst auf bewährte Kräfte.
Von Antje Weber

"Fräulein Prolet": Münchner Geschichte als Roman:Die vergessenen Frauen der Revolution
Cornelia Naumanns Roman "Fräulein Prolet" erzählt von den bewegten Zeiten zwischen 1918 und dem Hitlerputsch 1923 in München - und erinnert an unbekannte Frauenrechtlerinnen und Politikerinnen, insbesondere vom Bund sozialistischer Frauen.
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